Aus dem Bericht von Oberbürgermeister Frank Szymanski auf der 11. Tagung der Stadtverordnetenversammlung am 30. September 2009

„Die Bundestags- und die Landtagswahl in Cottbus ist Geschichte. Als erstes möchte ich den direkt gewählten Bundestags- und Landtagsabgeordneten recht herzlich gratulieren, aber auch den Landtagsabgeordneten, die über die Liste in den Landtag gekommen sind. Herzlichen Glückwunsch Dr. Martina Münch, Jürgen Maresch, Michael Schirack und Jens Lipsdorf und für den Bund Wolfgang Neskovic. Bei dieser Wahl gab es aber auch einen Gewinn für die Demokratie. Ich bin sehr froh darüber, dass die Rechtsextremen nicht mehr im Potsdamer Landtag sitzen. Es gibt aber noch einen weiteren Wahlsieger. Das sind die 1137 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes der Stadt, diesmal verstärkt durch fast 50 % ehrenamtlich tätige Cottbuserinnen und Cottbuser, haben mit ruhiger Hand und großer Souveränität dafür gesorgt, dass die Ergebnisse schnell und korrekt zur Verfügung standen. Die hervorragende Vorbereitung durch unser Wahlbüro und durch das Stadtbüro hat dazu beigetragen. Allen Frauen und Männern spreche ich für diese Arbeit meinen Dank und meine Anerkennung aus.“

„Im heutigen nichtöffentlichen Teil wird eine wichtige Entscheidung getroffen zur Lagune. Die Lagune Cottbus GmbH, als eine zukünftige Tochter der GWC, wird das Vermögen der Sport und Freizeit Cottbus GmbH übernehmen und in den bestehenden Vertrag einsteigen. Es ist ein Erfolg, dass es uns gelungen ist in einem Insolvenzverfahren dieses Ergebnis heute zur Abstimmung zu bringen. Damit haben wir gemeinsam mit der Insolvenzverwaltung und der Stadt Cottbus erreicht, dass wir unsere Aufgaben der Daseinsvorsorge besonders für das Schulschwimmen, das Vereinsschwimmen und das Therapieschwimmen, aber auch für das Freizeitangebot, das Sportschwimmen erfüllen können. Die Halle muss nicht aufgrund einer Insolvenz geschlossen werden. Auch die Gespräche mit den Vereinen ergaben ein einvernehmliches Ergebnis zur Nutzung der Schwimmhalle. Die Lagune wird morgen mit dem neuen Betreiber um 14:00 Uhr geöffnet. Es wird am heutigen Abend eine Belegschaftsversammlung stattfinden mit Dr. Torsten Kunze, Bürgermeister Holger Kelch und Reinhard Drogla als Vertreter der Fraktionen, die den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die neue Situation erklären. Besonderer Dank gilt Holger Kelch und seinem Team, der AG Lagune der Stadtverordneten, dem Stadtverordnetenvorsitzenden, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Lagune und der Insolvenzverwalterin, das dieses Insolvenzverfahren zu einem positiven Ergebnis geführt hat.“

„Der Sommer 2009 war prall gefüllt mit Festen, Veranstaltungen und internationalen Wettkämpfen. Der ausverkaufte „Hauptmann von Köpenick“ unseres Staatstheaters, die anziehenden Feste in den Stadtteilen, der Lausitzer Opernsommer und das Cottbuser Kinderfestival boten Anregungen und Unterhaltung für Einwohner und Touristen. Der Staffellauf von Cottbus nach Zielona-Gora und das German Meeting bestätigten wieder einmal unseren Ruf als Sportstadt. Mitte September kamen Tausende Cottbuserinnen und Cottbuser zum Tag der Vereine in den Spreeauenpark. Dieser Tag ist in den vergangenen Jahren zum festen Bestandteil des kulturellen Sommers an der Spree geworden. Die Cottbuser Vereine bereichern das kulturelle und soziale Leben in unserer Heimatstadt außerordentlich. Es ist undenkbar, sich Cottbus ohne das ehrenamtliche Wirken der ungezählten Vereinsmitglieder vorzustellen. Allen Akteuren dieses Sommers ein herzliches Dankeschön.“

„Tagungspausen der Stadtverordnetenversammlung sind keine Pausen im Sportgeschehen unserer Stadt. Gestatten Sie einen kurzen Rückblick : Wir erlebten tolle Deutsche Meisterschaften im Einzelzeitfahren und im Straßenrennen der Elite Männer, U 23 und Frauen im Radsport, anlässlich des Jubiläums 100 Jahre RK Endspurt 09. Das Drachenbootrennen an der Spree hatte wieder seine unverkennbare Stimmung mit 600 Teilnehmern, und die Mannschaft der Stadtverwaltung belegte Platz 2 nach unseren polnischen Freunden. Wir starteten den inzwischen 17. Staffellauf von Cottbus nach Zielona Góra und errangen für Cottbus den 3. Platz nach zwei polnischen Mannschaften.
Das 20. Internationale German Meeting wurde mit zahlreichen Teilnehmern der Leichtathletik WM in Berlin und einer guten Organisation zu einem absoluten Höhepunkt und der 2. Lagune-Triathlon für alle Kleinen lockte 300 Kinder an. Eltern, Geschwister, Omas und Opas feuerten ihre Sprösslinge zu tollen Leistungen an. Das zeigt das Engagement unserer Sportvereine und ihrer „Macher“, von Eberhard Pöschke (RK Endspurt) bis zu Jörg Piazena (Turn- und Sportverein-Triathlon). Auch die Leistungen der Cottbuser Sportler konnten sich sehen lassen. Deutsche Meister im Radsport wurden zu Hause Trixi Worrack und Martin Reimer. Gold, Silber und einen 4. Platz gab es für Maximilian Levy bei der Rad-EM in Minsk. Freudig überrascht waren wir über das erfolgreiche Abschneiden unserer jungen Radsportler bei der Junioren-EM in Minsk und der WM in Moskau. Nico Gärtner holt Bronze im Doppel-Minitramp bei den 8. Weltgames in Taiwan. Das 16. WM-Gold gab es für Kathrin Ernst in Ceské Budowejowice; und besonders erfreulich: Jana Majunke aus dem Stadtteil Kahren, Schülerin an der Lausitzer Sportschule, brachte zwei WM-Titel im Behinderten-Radsport aus Italien nach Cottbus.
Von großer Bedeutung für den Behindertensport ist eine in Cottbus erarbeitete Konzeption, die für den Breiten- und Leistungssport für Menschen mit Behinderungen ein Netzwerk- und Kooperationsmodell anbietet, welches in Deutschland einmalig ist.
Bleibt zu hoffen, dass der letzte Heimsieg unserer Energie-Fußballer gegen Frankfurt den nötigen Auftrieb für einen weiteren Leistungsanstieg bringt; notwendig wäre er dringend. Allen erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler unsere herzlichen Glückwünsche! Bleibt mir noch eine Einladung: Am Freitag wird das Europäische Festival der Jugend und des Sports mit vielen polnischen Gästen im Sportzentrum starten. Es ist eines der 65 Maßnahmeprojekte mit unserer polnischen Partnerstadt.“

„Der Tag der offenen Tür im CTK war ein voller Erfolg. Die rund 8000 Gäste konnten sich dabei von der Leistungsfähigkeit des größten Klinikums in Brandenburg mit seinen motivierten Mitarbeitern und der modernen medizintechnischen Ausstattung überzeugen. In der Mitgliederversammlung des Marketing- und Tourismusverbandes, dem mittlerweile 36 Mitglieder angehören, wurde der Marketingplan 2010 vorgestellt. Dieser Plan macht auch die Vielzahl der Veranstaltungen in Cottbus deutlich. Hier haben wir einen enormen Anstieg in den vergangenen zwei Jahren verzeichnen können. Besonders wichtig für die überregional bedeutsamen Veranstaltungen mit hoher Besuchererwartung ist, sie in Monatsthemen zu fassen, gemeinsam mit den Veranstaltern zu besprechen und so den Jahresplan zu erstellen. Richtig ist es auch, einen Cottbuser Kultursommer zu gestalten, der zu einer Marke wird, die bundesweit entwickelt werden sollte. Die Zusammenarbeit mit den benachbarten Tourismusverbänden hinsichtlich der Stadtwerbung muss dabei noch weiter ausgebaut werden. So ergab auch die Befragungsaktion der Stadtagenten zum Stadtfest, dass die Außenwahrnehmung der Besucher auf Cottbus wesentlich besser ist als die Innensicht der Cottbuserinnen und Cottbuser. Hier stecken noch Reserven, mit denen der Marketingbereich arbeiten sollte.“

„Ebenfalls keine Pause gab es in den Sommerferien bei den Schul- und Sportbauten. Vieles, was Eltern immer wieder gewünscht oder gefordert hatten, ist nun geschafft oder steht vor der Vollendung. Komplett beendet wurden die Sanierungsmaßnahmen an der Pestalozzi-Förderschule (135 T€) und am Sandower Grundschulzentrum (4.500 T€). Hier wird jetzt wieder gelernt und gelacht. Bis auf Dach und Fassade ist auch die Grundschule Sielow wieder gut in Schuss. Übermorgen ist die Übergabe der sportbetonten Grundschule. Das Schulhaus und die Außenanlagen sind fertig. Für 640 T€ steht jetzt noch die Komplettsanierung der Turnhalle B auf dem Plan. Baumaßnahmen gibt es auch an der Grundschule Dissenchen und an der 1. Gesamtschule. Dort werden die Sanitäranlagen bzw. Dach und Fassade gemacht.
Erfreuliches tut sich auch im Schulhaus in der Joliot-Curie-Straße. Die dortige Baumaßnahme umfasst komplexe Leistungen aller Gewerke. Hier soll die Schule des 2. Bildungsweges ihr neues Zuhause finden. Auch für das Max-Steenbeck-Gymnasium liegen wir bestens im Plan. Die komplette Sanierung des Gymnasiums am neuen Standort wird im 2. Halbjahr des Schuljahres 2011/2012 beendet sein, also ein halbes Jahr vorher als geplant rechnen wir mit der Übergabe.

„Wir sind natürlich froh, dass das Konjunkturpaket II uns hilft, Arbeitsplätze zu erhalten und zum Teil auch zu schaffen, was in einigen Baubereichen deutlich wird. Sicher sind die Arbeitslosenzahlen nach wie vor zu hoch, aber sie steigen in der Krise wenigstens nicht noch an. Die mehrheitliche Entscheidung, die Kommunalkombistellen zu besetzen, erweist sich als richtig. Bis zum Ende des Jahres werden die 550 Kommunalkombistellen, die eigentlich bis 2010 zu besetzen wären, zu mindestens vergeben sein. Wir wünschen uns von der Landesregierung, dieses Instrument fortzuführen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in Cottbus beträgt über 47000, sie ist also nicht zurückgegangen, das ist positiv.“

„Bei den Ausbildungsplätzen ist es so, dass selbst in stark nachgefragten Ausbildungsberufen noch freie Plätze angeboten werden können. Die Konsequenz daraus ist, dass die Ausbildungsfähigkeit der Schüler noch verbessert werden muss, was nicht nur Aufgabe der Schule, sondern Aufgabe aller ist. Sie verlangt die optimale Förderung eines jeden Kindes entsprechend seiner Fähigkeiten. Verzeichnet wird auch eine Erhöhung der Studierenden in Cottbus. So rechnet die BTU zu Semesterbeginn mit über 6 000 Studierenden und die Hochschule Lausitz gibt die Zahl der Studierenden mit 3500 an beiden Standorten an. Eine Zahl von 9500 Studierenden ist ein gutes Ergebnis für uns in der Region als Bildungs- und Wissenschaftsstandort. Positiv ist auch die Entwicklung der städtischen Gebäudewirtschaft Cottbus. Ihr gelang es, keinen Mieter in diesem Jahr zu verlieren und den Leerstand auf 7,1 % zu reduzieren. Diese Entwicklung wollen wir gemeinsam mit der Diskussion der Unternehmenskonzeption in den nächsten Monaten fortsetzen. Auch die Auslastung der Hotels und der Gastronomie ist gestiegen. Das zeigt, dass das gesamte Messe- und Kongressgeschäft eine positive Entwicklung verzeichnet, wenn man die Cars & Bikes, die in diesem Jahr leider nicht stattfand, nicht dazurechnet. Unser gemeinsames Interesse ist es aber, diese im nächsten Jahr zu einem großen Ereignis, zu einem richtigen Erlebniswochenende, in gemeinsamer Kooperation zu organisieren. Auch im RAW, unserem zweitgrößten Industriebetrieb nach Vattenfall, der sein 135jähriges Jubiläum feierte, kämpfen die Mitarbeiter auf dem Weg aus der Krise um mehr Aufträge. Ich hoffe, dass die positive Entwicklung im Drittgeschäft sich weiter fortsetzt und auch hier zu mehr Arbeitsplätzen führt.“

„Zur Energieregion Lausitz-Spreewald: Die Stadt Cottbus hat die Verantwortung übernommen für das Forum Forschung, Entwicklung, Bildung, Wissenschaft. Gestern wurden dazu konkret acht Projekte mit unseren Hochschulen, Forschungseinrichtungen und mit den Partnern der vier Landkreise und der Stadt Cottbus definiert. Wir wollen Institutsgründungen in die Stadt Cottbus, nach Senftenberg und in die Stadt Wildau holen. Wir wollen ganz bestimmte Technologieentwicklungen in dem Bereich Energie, fossile und erneuerbare, aber auch in den Fragen Leichtbaustoffe und energetische Baustoffe als Thema der Zukunft besetzen. Dabei sollen Förderungen von EU und Land jetzt auf den Weg gebracht werden.“

„Die Cottbuser Stadtverwaltung wird nach dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zum Verkehrskonzept gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern, mit Fachleuten und Beteiligten über die zukünftige Gestaltung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) diskutieren. Dazu wurde ein Fahrgastbeirat gegründet, zu dessen konstituierender Sitzung sich seine Mitglieder am 24.09.2009 im Cottbuser Rathaus zusammenfanden. Mein Vorschlag, auch fünf Bürgerinnen und Bürger in den Fahrgastbeirat aufzunehmen, wurde von Seiten der bereits gesetzten Vertreter, beispielsweise aus den Fahrgastverbänden sowie dem Senioren- und Behindertenbeirat, unterstützt. Dem Aufruf zur Beteiligung kamen 11 Cottbuserinnen und Cottbuser nach. Per Losentscheid wurden drei Bürgerinnen und zwei Bürger als Mitglieder des Fahrgastbeirates gewählt und gemeinsam mit den Vertretern der verschiedenen Interessengruppen zu der ersten Sitzung eingeladen. Die Bewerbungen der Bürgerinnen und Bürger zeigen, dass den Cottbuserinnen und Cottbusern auch die Zukunft des öffentlichen Personennahverkehrs wichtig ist. Durch den Fahrgastbeirat ist eine Vertretung aller Interessen sichergestellt, und die gemeinsame Arbeit kann nun beginnen. Die Einbeziehung der Nutzerinnen und Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs wird die Diskussion um die beste Lösung für Cottbus auf eine neue Stufe heben. Der Fahrgastbeirat hilft uns, die wirklichen Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger und unsere Möglichkeiten in Übereinstimmung zu bringen. Vor allem jedoch sorgt er für mehr Transparenz! In der konstituierenden Sitzung wurde als Erstes die Geschäftsordnung des Fahrgastbeirates beschlossen. Darin sind u. a. die Ziele und die Aufgaben dieses Gremiums bestimmt. Alle Bürgerinnen und Bürger sind weiterhin aufgerufen, sich mit Vorschlägen oder Problemen rund um das Thema „ÖPNV in Cottbus“ an den Fahrgastbeirat zu wenden. Hier auch noch ein Service-Angebot an die Stadtverordneten: Im Rahmen der Umsetzung der Vorlage IV-094/09 (Zielnetz ÖPNV 2020) wird durch Cottbusverkehr eine Befahrung der zukünftigen Umsteigepunkte vorgenommen. Diese Befahrung ist für Donnerstag, den 8. Oktober, und Montag, den 12. Oktober, geplant. Die Abfahrt erfolgt jeweils um 16:00 Uhr ab der Bushaltestelle Stadthalle/Nordseite (Bahnsteig C). Als Zeitrahmen sind ca. 2 Stunden geplant.“

„In 22 Einrichtungen der Stadt Cottbus wurden abwechslungs- und erlebnisreiche Sommerferienangebote für die Kinder und Jugendlichen der Stadt unterbreitet. Insgesamt rund 60 sozialpädagogische Fachkräfte, beschäftigt bei 18 freien und den öffentlichen Träger der Jugendhilfe, sicherten ein buntes Ferienangebot, auch für die Kinder, die in diesem Jahr nicht verreisen konnten. Die Angebotspalette reichte von Ferienreisen in die wald- und wasserreiche Umgebung von Cottbus, Rad- und Wandertouren entlang der Spree über das große einwöchige Kinderfestival bis hin zum erlebnispädagogischen Zirkuscamp in unserem wunderschön sanierten Strombad. Rund 100 ganz unterschiedliche Angebote, Begegnungen und Reisen gab es für die Kinder unserer Stadt. Möglich wurde diese Vielfalt durch das große Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kinder- und Jugendeinrichtungen unserer Stadt Cottbus. Neben vielen weiteren Angeboten in Cottbus organisierten die Schulsozialarbeiter Ferien für Cottbuser Kinder auf der Insel Hiddensee.“

„Am 28. September 2009 setzte die Stadt ein weiteres Zeichen für die Verbesserung des Schutzes unserer Kinder mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen Schule und Jugendhilfe zur Sicherstellung des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefährdung. Bereits im März dieses Jahres trafen sich die Vertreter beider Professionen, um sich zu diesem Thema auszutauschen und gemeinsame Handlungsstrategien zu erarbeiten. Die Kooperationsvereinbarung entstand in gemeinsamer Zusammenarbeit von Schulleitern Cottbuser Grundschulen und Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe und zeigt deutlich, dass sich die Mitarbeiter dieser Bereiche ihrer gemeinsamen Verantwortung bewusst sind und sich über geeignete Formen einer guten Kooperation verständigten. Mit der Unterzeichnung und der Überreichung an jede Cottbuser Grundschule ist ein nächster Schritt getan, den Kinderschutz in Cottbus durch gelungene Vernetzung und Kooperation nachhaltig zu verbessern.“

„Das Max-Steenbeck-Gymnasium Cottbus, das im September 1989 mit zwei Klassen in der Drebkauer Straße seine Schultüren für mathematisch-naturwissenschaftlich-technisch interessierte Schülerinnen und Schüler öffnete, wurde vor wenigen Tagen 20 Jahre alt. Gefeiert wurde dies mit einer Festwoche. Gerne überbrachte ich Glückwünsche und betont den Stolz der Stadt auf diese herausragende Cottbuser Bildungseinrichtung. Wir leben in einer Wissens- und Informationsgesellschaft. Wissen ist die Ressource unserer Zukunft. Gut ausgebildete junge Menschen und Spitzenfachkräfte, die sich im internationalen Wettbewerb behaupten können, sind das Erfordernis dieser Tage. Zu den Höhepunkten der Festwoche gehörten ein Kongress zur Begabungsförderung an Schulen des Landes Brandenburg, die Ermittlung des besten Schülers bzw. der besten Schülerin in den MINT-Fächern, d.h. in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, sowie die Suche nach dem „Steenbeck-Talent“ im sprachlichen, musischen, künstlerischen und sportlichen Bereich.“

„Ebenfalls seinen 20. Geburtstag feierte das Brandenburgische Apothekenmuseum. Seit 1994 wird das Haus durch einen Förderverein, der sich zum großen Teil aus Apothekern zusammensetzt, gemeinsam mit der Stadt Cottbus betrieben. Bei diesem Förderverein sind zwei Mitarbeiterinnen angestellt, die seit einem Jahr von zwei Kommunal-Kombi-Mitarbeitern unterstützt werden. Im Jahr 2002 erfolgte die Umbenennung in „Brandenburgisches Apothekenmuseum“; die Einrichtung ist heute das einzige Fachmuseum im Land Brandenburg. Mit Hilfe der Spenden von Brandenburger Apothekern, der Landesapothekerkammer und des Apothekerverbandes Brandenburg konnte der Museumsbetrieb bisher aufrechterhalten werden. Allen Mitgliedern des Fördervereins, den Freunden des Museums und den fleißigen Mitarbeiterinnen vor Ort danke ich herzlich. Möge dieses Museum auch den nachfolgenden Generationen interessante Einblicke in die Stadtgeschichte geben.“

„Am 1. September begann das neue Ausbildungsjahr für zwölf junge Menschen in der Stadtverwaltung. Im Oktober werden noch vier weitere Berufseinsteiger ihre Ausbildung als Diplombetriebswirt bzw. Verwaltungsfachangestellte bei uns beginnen. Wir bilden in fünf Ausbildungsberufen aus. Das sind Verwaltungsfachangestellte, Kauffrau für Bürokommunikation, Tierpfleger, Fachkraft für Veranstaltungstechnik und Diplom-Betriebswirt. Neu für uns und zwei junge Frauen in diesem Jahr ist, dass wir erstmalig Umschülerinnen eine Ausbildungsperspektive im künftigen Beruf des Verwaltungsfachangestellten geben können. Vier Verwaltungsfachangestelle, zwei Vermessungstechniker, zwei Tierpfleger, zwei Veranstaltungstechniker und ein Fachinformatiker haben von mir ihre beruflichen Abschlüsse erhalten. Herzlichen Glückwunsch noch einmal an dieser Stelle für den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung an diese elf jungen Menschen. Zehn von ihnen sind unmittelbar im Anschluss an ihre Ausbildung in die Verwaltung bzw. vom Glad-House und vom Tierpark übernommen worden. Für unsere künftigen zwei Diplombetriebswirte wird die Ausbildung im Oktober erfolgreich beendet sein. Ich wünsche viel Glück für die Diplomprüfung. Diese beiden haben bereits einen unbefristeten Arbeitsplatz in der Verwaltung in Aussicht, wenn sie die Ausbildung erfolgreich beenden.

„Der demografische Wandel führt auch im öffentlichen Dienst zu einem nachhaltigen Mangel an qualifiziertem Fachpersonal. In der Stadtverwaltung meldet das Personalcontrolling alarmierende Kennzahlen: Der Altersdurchschnitt der Belegschaft steigt stetig. Folglich zeichnet sich im ingenieurtechnischen und sozialen Bereich sowie im mittleren, gehobenen und höheren Verwaltungsdienst mittelfristig ein steigender Bedarf an Fach- und Spezialkräften ab. Die Haushaltssituation der Stadt lässt externe Einstellungen von ausgebildeten Fachkräften nur begrenzt zu und erfordert somit zwingend einen optimalen Einsatz des vorhandenen Personals. Um die Leistungsfähigkeit der Verwaltung in den nächsten Jahren zu gewährleisten, bietet die Stadt ihren Beschäftigten konkrete Entwicklungsmöglichkeiten an. So sollen, beginnend ab dem kommenden Wintersemester, erstmals drei praxiserprobte Beschäftigte in benötigten Fachrichtungen für ein Studium freigestellt werden. Interessierten und Befähigten wird damit die Möglichkeit geboten, auch neue berufliche Wege einzuschlagen. Der Arbeitgeber Stadt sichert dann, nach dem erfolgreichen Abschluss des Bachelorstudiums, einen Einsatz entsprechend der Qualifikation zu. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Jugend wird in der Region gehalten, die Zusammenarbeit mit den örtlichen Studieneinrichtungen intensiviert und die eigenen Personalressourcen im Sinne einer optimierten und qualifizierten Leistungserfüllung ausgeschöpft.“

„Im Stadtteil Sandow nahm im August das Stadtteilmanagement im Stadtteilladen in der Hermannstraße 13 seine Arbeit auf. Stadtteilmanager Dr. Ralf Fischer unterstützt dort im Rahmen des Förderprogramms „Soziale Stadt " die Bewohnerinnen und Bewohner, Vereine und öffentlichen Einrichtungen . Besonderen Dank sage ich für die tatkräftige Unterstützung durch die GWC GmbH und die GWG "Stadt Cottbus " zur Nutzung der Ladeneinheit in der Hermannstraße. Viel Erfolg dem Stadtteilmanagement bei seiner Arbeit.“

„Am 26. August übergab Minister Dellmann an die Stadt Cottbus Fördermittelbescheide für die Förderkulissen Sanierung und Entwicklung, Stadtumbau Rückbau, Aufwertung und Rückführung städtischer Infrastruktur und Soziale Stadt Sandow und Neu-Schmellwitz im Gesamtwert von insgesamt ca. 8,5 Mio. €. Damit ist es möglich, erfolgreich begonnene Maßnahmen fortzuführen und neue Vorhaben umzusetzen. Die Übergabe erfolgte am Wohnhaus Berliner Straße 16, in dem durch privates Engagement und mit Unterstützung verschiedener Förderprogramme 19 barrierefreie Wohnungen geschaffen werden.“

„Im Jahr 2007 waren durch das Land Brandenburg die Instrumente der Wohnraumförderung grundsätzlich neu und auf die Stärkung der Innenstädte ausgerichtet worden. Die Förderung von beantragten Maßnahmen (z.B. Aufzugseinbau, generationsgerechte Anpassung von Wohnungen, Eigentumsbildung in der Innenstadt) erfolgt seither unter der Prämisse, dass sich die Förderobjekte innerhalb der von der Stadtverordnetenversammlung für Cottbus festgelegten Fördergebietskulisse befinden. In den Jahren 2007/08 konnten in Anwendung der Förderrichtlinien ca. 100 Maßnahmen positiv beschieden werden und trugen somit zur nachhaltigen Stärkung der Innenstadt bei. Seitens der Landespolitik wurden zwischenzeitlich die verschiedenen Richtlinien bis zum 31.12.2010 verlängert, in ihren Konditionen finanziell sowie inhaltlich umfangreich erweitert und zusätzliche Anreize bei bestimmten Maßnahmen wie der energetischen Sanierung geschaffen. Anträge auf Förderung können fortlaufend gestellt werden. Durch die Verwaltung wird deshalb im Abgleich mit den gegenwärtig laufenden Planungen und Abstimmungen zur Fortschreibung der Konzepte zur Wohnungsversorgung und zur Stadtumbaustrategie Cottbus 2020, welche bis Ende des Jahres 2009 erarbeitet werden sollen, auch eine Anpassung und teilräumige Erweiterung der Gebietskulissen zur Wohnraumförderung geprüft und mit den maßgeblichen Interessenträgern abgestimmt. Ziel ist es, den erfolgreichen Kurs des Stadtumbaus in Cottbus zur Stärkung der Innenstadt fortzuführen und dabei die sich bietenden Förderanreize der Städtebau- und Wohnraumförderung für die Interessenträger zu nutzen. Entsprechend dem Arbeitsstand der Verwaltung und ihrer Partner wird es dazu weitere Informationen in den nächsten Beratungen der Fachausschüsse geben.“

„Zum Schluss möchte ich Sie alle noch recht herzlich einladen zur dritten Nacht der kreativen Köpfe am 17. Oktober. 150 Veranstaltungen, 20 Veranstaltungsorte, über 700 Mitwirkende: Stellen Sie sich persönlich Ihre Etappen der Nacht zusammen. Wir sehen uns dann alle gegen 23:00 Uhr in der Lagune.“