Gerichtsassessor Hugo Dreifert

(1862 - 1925, Amtszeit 1914 - 1925)

Hugo Dreifert entstammt einer alten Cottbuser Kaufmannsfamilie, er absolvierte das Cottbuser Friedrich-Wilhelms-Gymnasium, studierte die Rechte in Leipzig, Freiburg, München und Berlin und wird dort zunächst Gerichtsassessor.

Wenig später folgt er dem Ruf nach Cottbus und übernimmt hier die Stelle eines Stadtrates und Stadtsyndikus, ehe er 1894 Zweiter Bürgermeister in Cottbus wird. Zwischen 1905 und 1914 ist er als Bürgermeister in Brandenburg tätig. 1914 folgt er Paul Werner im Amt. Leider stirbt Hugo Dreifert bereits nach kurzer Krankheit 1927.

Hugo Dreifert gilt als Begründer eines sozialen Wohnungsbaues in Cottbus, in seiner Amtzeit entstanden die Siedlungen in der Dresdner Straße, der Bautzener Straße und die „Märchenhäuser“ in der Berliner Straße. Das Strombad und die Stadtbibliothek wurden 1925 eingeweiht.

Erschwert wurde sein Wirken insbesondere durch die Kriegs- und Nachkriegsjahre, die Inflationen und die schlechte wirtschaftliche Situation der Stadt zu Beginn der zwanziger Jahre.