(1893 - 1974, Amtszeit 1945 - 1946)

Stadtarchiv

Der Cottbuser Buchbinder nahm als Soldat am 1. Weltkrieg teil und war danach als Weber tätig. Er wird Betriebsrat in der Gewerkschaft der Textilarbeiter und tritt 1922 in die KPD ein. Nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten ist er im illegalen Widerstand aktiv und wird 1934 verhaftet. Im 1. Cottbuser Kommunistenprozess 1934 wird er gemeinsam mit 24 anderen Widerstandskämpfern angeklagt und zu 21 Monaten Gefängnis verurteilt. Nach seiner Entlassung wird er unter Polizeiaufsicht gestellt und muß weitere Haftmonate in „Schutzhaft“ verbringen.

Am 22. April 1945 sucht ihn der sowjetische Stadtkommandant Tscherwjakow auf und setzt ihn sechs Tage später als Bürgermeister ein. Gemeinsam mit einer siebenköpfigen Stadtverwaltung beginnt er, das Leben in Cottbus wieder zu organisieren. Er leitet die Instandsetzung des Elektrizitätswerkes und des Gaswerkes, es werden Notkrankenhäuser eingerichtet und mit sozialen Hilfsmaßnahmen begonnen. Von den etwa 18.000 Wohnungen in Cottbus waren ca. 7.200 unbewohnbar. Es wird mit ersten Reparaturen und der Beseitigung der Trümmer begonnen.

Am 05.04.1946 wird Max Döring bereits abberufen, da er „seinen Aufgaben nicht gewachsen war“. Die Stadt verleiht ihm 1974 die Ehrenbürgerschaft.