Aus dem Bericht von Oberbürgermeister Frank Szymanski auf der 30. Stadtverordnetenversammlung am 29. Juni 2011

„In Deutschland finden in diesem Sommer zwei Weltchampionate statt. Die Weltmeisterschaft Nr. 1 läuft; die deutschen Fußballerinnen greifen morgen wieder in das Geschehen ein. Die zweite Weltmeisterschaft ist hier bei uns in Cottbus.
Die 11. Internationale Konferenz der Feuerwehrsportföderation (ISFFR), die im Dezember 2010 in Berlin stattfand, beschloss, die 7. Weltmeisterschaft im Feuerwehrsport in Cottbus auszutragen. Der Internationalen Sportföderation der Feuerwehrleute und Retter, deren Direktion sich in Moskau befindet, gehören insgesamt 18 Nationen aus Europa und Asien an. In jedem Jahr veranstaltet die ISFFR eine Weltmeisterschaft in einem ihrer Mitgliedsländer.
Die Weltmeisterschaft 2011 findet vom 2. bis zum 4. September in Cottbus statt.
Die Disziplinen des Championats der Feuerwehrsportler sind aus der Praxis der Berufs- und freiwilligen Feuerwehren abgeleitet. Die Sportler messen ihre Kräfte in vier Wettkämpfen, dem 100m-Hindernislauf, dem Hakenleitersteigen, der 4x100m-Feuerwehrstafette und dem Löschangriff. Bisher liegen dem Cottbuser Organisationskomitee Anmeldungen aus 17 Ländern vor; weitere werden erwartet.
Die Eröffnung der Weltmeisterschaft mit dem attraktiven Hakenleitersteigen findet am 2. September vor der Stadthalle an einem eigens für den Wettkampf erbauten Turm statt.“

„Vom 14. bis 18. Juni feierte die BTU ihr 20-jähriges Bestehen. Eine Woche lang gab es über 50 Veranstaltungen auf dem Campus, die von Konzerten über Partys der Studierenden, Filmvorstellungen, Ausstellungen bis hin zu Symposien, Workshops und einer Firmenkontaktmesse reichten. Bereits vor dem eigentlichen Auftakt zum Fest, dem Dies Academicus am Dienstagnachmittag, wurde der Grundstein für ein neues Universitätsgebäude gelegt, das für knapp 21 Mio. Euro aus EU-, Bundes- und Landesmitteln für die Lehrstühle der Informatik und für das Universitätsrechenzentrum neu gebaut wird. In seinem Festvortrag führte der ehemalige Bundesforschungsminister Heinz Riesenhuber die etwa 650 Gäste zurück in die Jahre nach der Wende und in die Gründungszeit der BTU. Auch der bundesweit anerkannte Dr.-Meyer-Struckmann-Wissenschaftspreis wurde im Rahmen des Festaktes verliehen.
Während des Konzertes des Staatstheaters überreichte Holger Kelch BTU-Präsident Zimmerli ein Banner mit der Aufschrift „Universitätsstadt Cottbus“, wie wir uns nach Genehmigung durch das Ministerium seit dem 1. Mai offiziell nennen dürfen. Gleichzeitig war das der Moment, bei dem wir alle Gäste zum Stadtfest einluden. Die BTU-Festwoche ging fließend in das Stadtfest über und mit „Cottbus Open“ zeigten Universität und Stadt dann, dass sie gemeinsam für eine weltoffene internationale Kultur in Stadt und Region einstehen. Darauf komme ich gleich noch einmal zurück!“

„Wir müssen allerdings auch sagen, dass wir Sorgen haben, wenn wir die erfolgreiche Entwicklung der Hochschulen in der Region betrachten. Das Kabinett hat gestern Einsparungen im Hochschulbereich beschlossen. Gegen diese Einsparungen protestieren wir. Vor dem Hintergrund, dass die Hochschulen die Entwicklungsmotoren unserer Region sind, dass es im Wettbewerb der Regionen um kreative Köpfe heißen muss, dass die Studierendenzahlen nicht sinken, sondern dass sie steigen, müssen wir jetzt gemeinsam überparteilich, im parlamentarischen Verfahren, dafür kämpfen, dass diese Einsparungsvorgaben weiter reduziert werden. Dafür möchte ich Sie alle gewinnen, denn ich glaube, es ist sehr wichtig, gerade in diesem Bereich nicht zu sparen.“

„Wir beschlossen hier, auch in unserer Stadt einen Platz zur Erinnerung an die Herstellung der deutschen Einheit zu benennen. Die Wahl fiel auf den Platz am Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum (IKMZ) der Brandenburgischen Technischen Universität. Die BTU Cottbus als Standort der Zukunft und als Imageträger unserer Stadt, an dem Menschen aus Ost und West und aus aller Welt studieren, ist der richtige Ort für diesen denkwürdigen Namen, der insbesondere an die Ereignisse der Jahre 1989/90 erinnern soll. Im Rahmen der Festwoche anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus wurde auf dem Hügel des IKMZ ein aus Original Berliner Mauerteilen errichtetes Mauer-Denkmal enthüllt. Anschließend nahmen wir die Benennung des Platzes und die Freigabe des neuen Straßenschildes „Platz der Deutschen Einheit“ an der Ecke Karl-Marx-Straße/Nordstraße vor. Die Benennung trägt dem Anliegen der Cottbuser Bürgerinnen und Bürger und aller demokratischen Kräfte nach Würdigung der friedlichen Revolution des Jahres 1989 in der Stadt Cottbus Rechnung. Der Platz ist gleichzeitig Aufforderung, sich ständig für Toleranz und Menschenrechte, für den demokratischen Rechtsstaat und für eine gerechte Gesellschaft einzusetzen.“

„Zum 20. Cottbuser Stadtfest zeigte sich Cottbus als guter Gastgeber für 100.000 gezählte Besucher. Damit gehört das Stadtfest zu den größten Freiluftveranstaltungen im Land Brandenburg.
Insgesamt beteiligten sich in diesem Jahr rund 140 Händler und Schausteller. Auf sieben Bühnen wurde für alle Altersgruppen ein ansprechendes Kulturprogramm geboten. Veranstalter und Ordnungsbehörde haben sich bereits im Vorfeld zu einem umfangreichen Sicherheitskonzept verständigt. An dieser Stelle möchten wir allen Beteiligten unseren Dank für die Gewährleistung eines gelungenen Festes aussprechen. Unser Part beim Stadtfest waren das Sorbische (Wendische) Fest und Cottbus Open.
Zum vierten Mal präsentierten viele Akteure auf dem Sorbischen (wendischen) Fest die sorbische (wendische) Sprache und Kultur in ihrer Vielfalt, traditionell und modern. Das Programm reichte von junger sorbischer (wendischer) Musik über Volksmusik bis hin zu Klängen aus der mittleren Lausitz mit altsorbischen Instrumenten. Das Fest ist ein Teil unserer Bemühungen, sprachenfreundliche Bedingungen für unsere sorbischen (wendischen) Bürgerinnen und Bürger zu schaffen.
Ein weiterer Höhepunkt des diesjährigen Stadtfestes war am Sonntag das „Multikulturelle Festival Cottbus Open“ in der Puschkinpromenade.
Dabei erreichten wir nicht nur einen neuen Besucherrekord mit ca. 15.000 Gästen, sondern hatten erstmals auch mehr als 300 Mitwirkende aus 40 verschiedenen Nationen im Einsatz.
Cottbus Open bietet allen Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen, sich gegenseitig kennenzulernen und Vorurteile abzubauen. Cottbus Open hat Tradition. Es ist wichtig, dieses Festival zu erhalten und mit den Partnern BTU Cottbus, Hochschule Lausitz und Jugendhilfe e.V. weiterzuentwickeln.
Ich danke den Organisatoren und den überaus zahlreichen Mitwirkenden aus vielen Ländern Afrikas, Asiens, Amerikas und Europas. Mein besonderer Dank gilt auch den treuen Förderern von Cottbus Open.“

„Auf der gemeinsamen Beratung der Verwaltungsspitzen des Spree-Neiße-Kreises und der Stadt Cottbus haben wir die Bedeutung der interkommunalen Zusammenarbeit unterstrichen. Perspektivisch kann sich diese auf alle Kreise der Energieregion Lausitz auswirken. Beraten wurden Aufgabenfelder, Zeithorizonte sowie Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen der Verwaltung der beiden Gebietskörperschaften. Im Ergebnis gab es Einigkeit zur Untersuchung von Organisationsstrukturen nach folgendem Zeitplan:

  • Im Jahr 2011: Die Untere Wasserbehörde, die Ausländerbehörde, das Veterinärwesen, die Lebensmittelüberwachung, die Landwirtschaft, der Gutachterausschuss für Grundstückswerte, die interkommunale Zusammenarbeit zwischen der Stadt Cottbus und den umliegenden Gemeinden auf den Gebieten der Standesämter, der Vollstreckung und der Ausgabe von Fischereischeinen im Bürgerservice der Stadt Cottbus für Bürger des Landkreises
  • Im Jahr 2012: die Kataster- und Vermessungsämter, Musikschulen, Bibliotheken und Volkshochschulen
  • Im Jahr 2013 folgen dann die Straßenverkehrsbehörde, die Untere Abfallwirtschafts- und Bodenschutzbehörde, die Jagd- und Fischereibehörde, die Untere Naturschutzbehörde und die Untere Denkmalschutzbehörde.
  • Weitere mögliche Kooperationsfelder mit dem Landkreis sind IT und e-Government, Tourismus und Marketing, Wirtschaftsförderung, hier die Prüfung gemeinsamer Bearbeitung ausgewählter Aufgabenfelder der CIT und der EGC, die berufliche Bildung nebst den Gymnasien und die amtsärztliche Tätigkeit.
Der Personalrat wurde informiert, und ein Gespräch mit Innenminister Woitke wird vorbereitet.“

„An jedem letzten Samstag im November, aus Anlass der ersten urkundlichen Erwähnung der Stadt Cottbus im Jahre 1156, verleihen wir die Ehrenmedaille. Verbunden mit der Medaille ist die Eintragung in das Goldene Buch der Stadt. In der Beratung des Hauptausschusses vorige Woche fiel die Entscheidung über die Verleihung der Ehrenmedaille 2011. Die Mitglieder des Gremiums folgten einstimmig dem Vorschlag des Präsidiums, die höchste Auszeichnung des Lausitzer Oberzentrums an Alt-Oberbürgermeister Waldemar Kleinschmidt und an den Tanzpädagogen und Kindermusicalgründer Helmut Winkelmann zu vergeben.“

„Morgen beginnen bei uns die Sommerferien. Für die Kinder beginnt die ersehnte Zeit der Erholung, des Reisens und der Abenteuer. In der Stadtverwaltung, in den Cottbuser Freizeiteinrichtungen, in Vereinen und Schulen haben die Verantwortlichen interessante Veranstaltungen vorbereitet. Das alles hat die Stadtverwaltung in einem Ferienkalender zusammengefasst.
Die Schülerinnen und Schüler freuen sich auf das Kinderfestival der PeWoBe. Die 16. Auflage dieser attraktiven Veranstaltung findet vom 4. bis zum 9. Juli auf der Sportanlage in der Poznaner Straße statt. Dort stehen zwei sanierte Turnhallen und eine große Freifläche zur Verfügung. Kinder und Eltern können hier eine ereignisreiche Woche erleben. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der PeWoBe und allen anderen Helferinnen und Helfern für die Feriengestaltung danke ich ganz herzlich.
Andere Angebote sind der Graffitiworkshop, die Naturerlebniswoche und die Wasserwelten auf dem Aktivspielplatz. Den Ferienkalender gibt es im Technischen Rathaus, im Rathaus am Neumarkt, bei der CMT und bei allen Einrichtungen, die dort ihre Angebot unterbreiten.“

„Pünktlich zum Brandenburger Ferienbeginn startet morgen auch der Sommerleseclub in der Stadt- und Regionalbibliothek. Mit dem etwas provozierenden Titel „Schock deine Lehrer – lies ein Buch!“ wirbt die Bibliothek für das Lesen. Schüler der fünften und sechsten Klassen können Clubmitglieder mit persönlicher Clubkarte und Leselogbuch werden. Dank regionaler Sponsoren ist es möglich, ihnen für die Ferienzeit einen eigenen kleinen Bereich mit tollen neuen Büchern zur Verfügung zu stellen und eine Abschlussparty zu organisieren. Ziel für die angemeldeten Schüler sollte es sein, in den sechs Ferienwochen mindestens drei Bücher zu lesen. Die Leseaktivitäten werden von den Bibliotheksmitarbeiterinnen überprüft und im Leselogbuch bestätigt. Bei erfolgreicher Teilnahme gibt es ein Zertifikat. Wer möchte, kann sich den Leseerfolg auf dem nächsten Schulzeugnis als außerschulische Leistung vermerken lassen.“

„Das Bundesprogramm „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zielt darauf ab, ziviles Engagement, demokratisches Verhalten und den Einsatz für Vielfalt und Toleranz zu fördern. Hierfür stehen bis 2013 jährlich 24 Millionen Euro an Bundesmitteln zur Verfügung. Das Programm richtet sich an Kinder und Jugendliche, aber auch an Eltern, Pädagogen und Multiplikatoren.
Die konkrete Aufgabe der Stadtverwaltung als Teilnehmer dieses Programms besteht darin, einen lokalen Aktionsplan für die Stadt Cottbus zu entwickeln und für die Einfügung und Umsetzung dieser lokalen Strategien zu sorgen. Schwerpunkte sind die Stärkung der Demokratie vor Ort sowie Projekte, die innovative Ansätze zur Bekämpfung von Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus entwickeln und erproben, zivilgesellschaftliches Engagement fördern und stärken, interkulturelles Leben und antirassistische Bildung ermöglichen und zur Sensibilisierung gegen unterschiedliche Formen der Gewalt beitragen.
Um viele Menschen zu erreichen wurde gemeinsam mit dem Cottbuser Aufbruch am 24. und 25. Juni in der Mensa der Hochschule Lausitz eine Zukunftswerkstatt organisiert. Hier sind erste gemeinsame Ziele formuliert und mit ersten Projektideen unterlegt worden. Dazu waren Vertreterinnen und Vertreter aus den unterschiedlichsten Einrichtungen und Institutionen der Stadt eingeladen. Die Beteiligung an dieser Veranstaltung war sehr gut. Ende September wird der lokale Aktionsplan der Stadtverordnetenversammlung vorgelegt und danach kann mit der Umsetzung der ersten Projekte begonnen werden.“

„Der Cottbuser Juni bot wieder jede Menge Sport, ob zum Mitmachen, zum Anfeuern oder einfach nur zum faszinierten Zuschauen.
In der Pücklerpassage erradelten 60 Cottbuser Freizeitsportler und Schüler der Lausitzer Sportschule beim DAK Städtevergleich in drei Stunden 153,7 km für Cottbus. Derzeitig stehen wir auf Platz 1. Weitere 60 Mannschaften, gebildet von Mitarbeitern aus Cottbuser Unternehmen, liefen später beim DAK-Firmenlauf mit und setzten eindrucksvoll ein Zeichen für Gesundheit und Bewegung am Arbeitsplatz.
Es folgte das 41. Pfingst-Reit-und Springturnier vom 10. bis 12. Juni; dieses bot für über 6.000 Zuschauer Reitsport vom Feinsten. Dann gab es das schon 50. Straßenrennen Cottbus-Görlitz-Cottbus und den 19. Messetriathlon in Cottbus. Begeistert zeigten sich Teilnehmer und Zuschauer von der hervorragenden Organisation und den fairen Bedingungen. Unser Dank gilt den veranstaltenden Vereinen um die Macher Dieter Pumpa, Eberhard Pöschke oder Jörg Piazena sowie allen Sponsoren für diese Cottbuser Sporthighlights mit überregionaler Bedeutung.
Weiter Stichworte zum Thema Sport sind die bei der Deutschen Meisterschaft im Fallschirmsport erfolgreiche Familie Wiesner, die vier Siege von Frances Herrmann bei den brandenburgischen Spastikerspielen, der Große Preis von Deutschland auf der Cottbuser Radrennbahn sowie das 22.German Meeting.
Auch hier unser Dank und Respekt den Organisatoren Uli Hobeck, Axel Viertler und vielen anderen.
Für das kommende Wochenende heißt mein Tip: die deutschen Meisterschaften im BMX-Sport. Über 700 Teilnehmer werden auf der modernen BMX-Anlage in der Parzellenstraße erwartet.“

„Ich bin mir darüber im Klaren, dass auch Kritik zur Kommunikation gehört, aber wenn wir als Stadt kritisiert werden, dass wir im Leichtathletikbereich zu wenig unterstützen, dann muss ich das einfach zurückweisen. Wir haben eine Entscheidung getroffen, Kürzungen vorzunehmen in der Sportförderung, und der Stadtsportbund hat eine richtige Entscheidung getroffen, nicht im Kinder- und Jugendbereich zu kürzen, sondern in anderen Bereichen. Und das haben wir getan. Und wenn dann eine Kritik kommt: „Wir wüssten nicht, dass wir Sportstadt sind.“, dann muss ich einfach mit dem Kopf schütteln. Alleine, was im Leichtathletikbereich neu entstanden ist: die Leichtathletikhalle, aber auch andere Sportstätten. Wir fördern z.B. auch die deutschen Schülermeisterschaften in diesem Jahr mit 7000 €. Dann bin ich schon etwas traurig. Dass es nicht einfach ist, so hochkarätige Veranstaltungen in Cottbus jedes Jahr auszurichten, das wissen wir, lieber Uli Hobeck. Wir wissen auch, dass Du tolle Sachen seit vielen, vielen Jahren hier in Cottbus erreichst. Auch Axel Viertler und viele andere. Ich glaube, es ist wichtig, dass wir gemeinsam zu diesen Veranstaltungen stehen und sie unterstützen.“

„Leider hat uns auch eine schlechte Nachricht zum Thema Sport erreicht, und ich bin über das Verfahren sauer. Ich bin, nachdem wir in der letzten Woche in der LR gelesen haben, dass es nun doch eine Entscheidung des Bundesinnenministeriums gegen den Standort Cottbus als Bundesleistungszentrum der Bundespolizei gegeben haben soll, in die Öffentlichkeit gegangen. Wir haben mit Fax von heute früh 8:47 Uhr vom parlamentarischen Staatssekretär Herrn Dr. Bergner erfahren, das Herr Bundesminister Dr. Friedrich entschieden hat, dass der bisherige Standort Cottbus geschlossen wird und diese Sportschule der Sommersportarten nach Kienbaum verlagert werden soll.
Trotz mehrfacher schriftlicher Bitte durch das Sportministerium des Landes Brandenburg, den Olympiastützpunkt Brandenburg und durch mich kam es in den letzten Jahren zu keinem Vorortbesuch und keinem Vorortgespräch. Auch wurde bis zum heutigen Tag meiner Bitte nicht entsprochen, ein Gutachten der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben zum Investitionsbedarf an den Standorten Cottbus, Potsdam und Kienbaum der Stadt Cottbus zur Verfügung zu stellen. Ich kann nicht glauben, dass der Bundesinnenminister, Herr Friedrich, einen solchen Umgang mit einer Stadt akzeptiert. Die Schließung des Vorhabens Sportschule für Sommersportarten am Standort Cottbus nach 12 Jahren Modellstatus ist sportfachlich, finanziell und kulturpolitisch nicht akzeptabel.
Wir bitten um Klarheit und einen fairen Umgang mit der Stadt Cottbus und der Lausitzer Region.
Wir fordern wiederholt den Erhalt und die endgültige Etablierung der Sportschule für Sommersportarten der Bundespolizei in Cottbus.“

„Seit Freitag haben wir in Norden ein weiteres Kreativzentrum. Das ist eine neu errichtete Betreuungseinrichtung für Schulkinder, die auch, vergleichbar mit dem Soziokulturellen Zentrum in Sachsendorf, von den Vereinen genutzt werden kann. Das Kreativzentrum wurde vorwiegend aus Konjunkturpaketmitteln auf dem Schulgrundstück der Astrid-Lindgren-Grundschule Am Nordrand errichtet. Die Bausumme beläuft sich auf 1.350.000 €, davon 173.430 € Eigenmittel der Stadt. Das Raumprogramm, die geplante Bauzeit und der Kostenrahmen wurden bei dem architektonisch anspruchvollen einstöckigen Bauwerk eingehalten. Die bauliche Gestaltung regt die Kreativität der Kinder geradezu an.
Genutzt wird das Zentrum vorwiegend für die außerunterrichtliche Betätigung und Betreuung der Schulkinder und für Arbeitsgemeinschaften, Theaterspiele, Filmvorführungen, Elternabende und Lehrerkonferenzen. Das Kreativzentrum kann neben dieser vielfältigen Nutzung auch für Vereine und dem Stadtteil zur Verfügung stehen.“

„‚Sozial gesichert, aktiv leben - für alle Generationen’– das war das Motto der 18. Brandenburgischen Seniorenwoche. Zur offiziellen Eröffnung mit einem Konzert waren die Seniorinnen und Senioren in das Konservatorium eingeladen. Dort wurden auch in der ehrenamtlichen Seniorenarbeit tätige Cottbuserinnen und Cottbuser durch den Seniorenbeirat ausgezeichnet. In der ganzen Woche ging es dann bunt und aktiv zu: Seniorensportfest, BTU-Ringvorlesung zum Thema: „Kulturelle Vielfalt: Chancen und Risiken“, Klavierabend mit dem südkoreanischen Meisterschüler und Preisträger des Steinway-Klavierwettbewerbes Taegil Kim, Gesprächsrunde zur Entwicklung der Stadt Cottbus und Lesungen der Arbeitsgruppe „Zeitzeugen“, der Schreibwerkstatt der Lila Villa sowie von Kindern und Jugendlichen der Kulturwerkstatt P12. Die Cottbuser Seniorenwoche zeigte erneut, dass unsere Seniorinnen und Senioren das gesellschaftliche Leben in unserer Stadt aktiv mitgestalten, dass sie sich einbringen und einen wertvollen Beitrag für das Zusammenleben leisten. Dank an alle, die daran mitwirkten.“

„Die Mitglieder der Euroregion, so auch die Stadt Cottbus, sind über das Verfahren der EU-Förderung INTERREG besorgt.
Investoren, aber auch Vereine für kleine Projekte bis zu 15 T€ müssen bis zu zwei Jahre auf zugesichertes Geld warten. Dies ist nicht hinnehmbar. Die Euroregion erwartet für die kommende Förderperiode die Entbürokratisierung und Vereinfachung des Verfahrens. Entsprechende Resolutionen wurden auf der Mitgliederversammlung am 24. Juni in Spremberg und am 27. Juni im polnischen Gorzow verabschiedet.“