Aus dem Bericht von Oberbürgermeister Frank Szymanski auf der 22. Tagung der Stadtverordnetenversammlung am 27. Oktober 2010

„Philipp Boy hat Cottbus am vergangenen Wochenende in die Schlagzeilen der internationalen Sportpresse gebracht. Mit einem Superdurchgang im Finale um die Mannschaftsweltmeisterschaft in der Rotterdamer Ahoy-Halle sichert sich Deutschland die Bronzemedaille. An diesem Traumergebnis hat unser Philipp Boy überragenden Anteil. Im Mehrkampf-Einzel erzielte er mit Silber hinter dem Japaner Kohei Uchimura seine erste Einzel-Medaille bei einer Weltmeisterschaft. Im Reck-Finale belegte er hinter Fabian Hambüchen den 4. Platz. Der Titel „Elegantester Turner“ gehört ebenfalls zur beeindruckenden Bilanz. Glückwunsch an den erstklassigen Turner!“

„Jetzt ist es amtlich: Stadtverordnetenvorsteher Reinhard Drogla gehört zu den ausdauerdsten Menschen dieses Planeten. Wir kennen ihn hier als Versammlungsleiter, der unsere Beratungen zügig durch die mitunter schwierige Tagesordnung steuert und auch beim dritten Zusatzantrag die Übersicht behält. Dass er gleichzeitig Theaterleiter, Regisseur und nebenbei auch Bauleiter ist, ruft Bewunderung hervor. Wenn wir nun aber hören, dass der gleiche Mann an weit entfernten Sehnsuchtsorten wie ein Fisch schwimmt, Rad fährt und rennt und dann noch erfahren, dass es sich um fast vier Kilometer im Wasser, 180 Kilometer auf dem Sattel und eine Marathonstrecke handelt, wächst unsere Anerkennung ins Unermessliche. Reinhard Drogla, dem 16. beim Ironman auf Hawaii, gratulieren wir herzlich zu diesem sensationellen Erfolg.“

„Ende September musste in Cottbus erneut Hochwasseralarm ausgelöst werden. Die Talsperre Spremberg gab wieder eine erhöhte Wassermenge ab. Die Hochwasserschutzanlagen im Stadtgebiet blieben stabil. Der Führungsstab arbeitete erneut. Inzwischen sind alle Brückensperrungen aufgehoben. Die Radwege beiderseits der Spree sind wieder befahrbar. Die wegen des erneuten Hochwassers ausgefallene Dankeschönveranstaltung für die freiwilligen Helfer wird nachgeholt.“

„Der heutigen Tagespresse konnten wir entnehmen, dass die Vorlage zum II. Bauabschnitt durch uns nicht auf die Tagesordnung gesetzt worden sei und wir diejenigen wären, die für einen Zeitverzug sorgten. Dem muss ich widersprechen. Mit den Investoren wurde vereinbart, dass wir die Vorlage ohne Unterschrift für die Fraktions- und Ausschussarbeit zur Verfügung stellen und nicht auf die Tagesordnung setzen können, weil es keine Finanzierungszusage zum Gesamtprojekt gibt. Diese ist die Voraussetzung dafür, dass wir einen Beschluss fassen können. Das bitte ich richtig zu stellen.“

„Zur Frage erhöhter Bürgerbeteiligung bei wichtigen Infrastrukturprojekten: Stichwort „Stuttgart 21“ und Flugrouten. Am Beispiel der Bahnhofstraße möchte ich das kurz erläutern. Wir haben mit den Beteiligten, die das Planungs- und Baurecht vorschreibt, Gespräche zum gesamten Bauablauf und zur Verkehrslenkung geführt und darüber hinaus eine zweite Infoveranstaltung zu diesem Thema für alle Interessierten und Anlieger durchgeführt. Ich glaube, dass wir gelernt haben und wissen, dass gerade bei großen Infrastrukturprojekten mehr Transparenz und Information richtig und wichtig sind.“

„Der Fachbereich Ordnung und Sicherheit führte Anfang Oktober einen Schwerpunkteinsatz zur Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit durch. Vorausgegangen waren vermehrte Hinweise von Cottbusern, dass in den Abend- und Nachtstunden sowie am Wochenende in den Wohngebiets- und Hauptstraßen gerast wird. Die Stadtteile Ströbitz, Schmellwitz und die Spremberger Vorstadt bildeten die Einsatzschwerpunkte. Während des gesamten Einsatzes wurde die Geschwindigkeit von 5.392 Fahrzeugen überwacht; 410 Fahrzeugführer überschritten dabei die zulässige Höchstgeschwindigkeit. Besonders negativ ist ein Fahrzeugführer aufgefallen, der in der Nacht in der Dresdener Straße die dort zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h überschritt und mit 94 km/h, mehr als dreimal so schnell unterwegs war wie erlaubt. Ihn erwartet nun ein Ordnungswidrigkeitsverfahren mit 480 Euro Geldbuße und vier Punkten in der Flensburger Verkehrssünderkartei sowie ein dreimonatiges Fahrverbot. Ziel des Schwerpunkteinsatzes war es, dem Schutzbedarf der Wohnbevölkerung in den Abend- und Nachtstunden nachzukommen sowie zur Steigerung des Sicherheitsgefühls der Cottbuser und der Gäste unserer Stadt beizutragen. Um dem auch zukünftig gerecht werden zu können, sind weitere Einsätze dieser Art geplant.“

„Am 13. Oktober übergab Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger in Cottbus einen Fördermittelbescheid für das Bauvorhaben Jugendkulturzentrum „Glad-House“. Die ausgereichten Mittel fließen in die Modernisierung und Instandsetzung der Gebäudehülle des Hauses sowie in seine barrierefreie Erschließung. Unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten wird die Fassade saniert, ebenso die beiden Seitendächer der Flügelbauten. Zur Erweiterung des kulturellen Angebotes des Glad-Houses soll der derzeit nicht genutzte südöstliche Saalanbau als Nebensaal hergerichtet werden. Im Zuge der Sanierungsmaßnahme wird das Gebäude barrierefrei erschlossen und behindertengerecht ausgebaut. Dafür ist schon im ersten Bauabschnitt der Bau einer rollstuhlgerechten Rampe sowie eines zusätzlichen Behinderten-WC’s vorgesehen. Um auch das zweite Obergeschoss erreichbar zu gestalten, wird im zweiten Bauabschnitt ein Aufzug errichtet. Die Höhe des Fördermittelbescheides für den ersten Bauabschnitt beträgt ca. 1.276.000 Euro netto und wird aus dem Fördermittelprogramm EFRE „Nachhaltige Stadtentwicklung“ finanziert. Der zweite Bauabschnitt befindet sich gegenwärtig in der Entwurfsplanung. Der Fördermittelbescheid für diesen Abschnitt wird bis Ende 2010 bzw. Anfang 2011 erwartet, um die Baumaßnahmen beider Abschnitte parallel realisieren zu können. Der Beginn der Arbeiten am Glad-House ist für das I. Quartal 2011 vorgesehen. Die gesamte Baumaßnahme soll bis zum Ende des Jahres 2011 abgeschlossen sein. In Abstimmung mit dem Nutzer werden die Sanierungsarbeiten in Abschnitten und bei eingeschränktem, aber laufendem Spielbetrieb erfolgen.“

„Das Cottbuser Kindermusical unter der künstlerischen Leitung von Torsten Karow hat am vergangenen Wochenende beim „Europäischen Jugend Musical Festival“ in Herxheim vier Preise, darunter den Hauptpreis für die beste Gesamtleistung, abgeräumt. Das Ensemble setzte sich mit dem Musical „Anna und das Lächeln der Planeten“ gegen sieben Konkurrenten aus der Bundesrepublik und der Schweiz durch und verteidigte den Titel, den es erstmals im Jahre 2008 errungen hatte. Das Festival wird alle zwei Jahre in der Stadt in Rheinland-Pfalz ausgetragen. Das Cottbuser Kindermusical zeigt, was in unseren jungen Leuten steckt. Talent, gepaart mit Fleiß und Kreativität, macht die Arbeit unseres Kindermusicals so erfolgreich. Dazu kommt das unermüdliche ehrenamtliche Engagement der Betreuer, Eltern und Förderer. Wir bedanken uns für dieses wertvolle lebendige Marketing, das auch in diesem Sinne das Prädikat „Beste Gesamtleistung“ verdient hat! Das Erfolgsstück „Anna und das Lächeln der Planeten“ ist in wenigen Wochen auch in Cottbus zu sehen. Am ersten, zweiten und dritten Advent wird es im Lehrgebäude 9 der BTU aufgeführt.“

„Der Cottbuser Kleingartenverein „Fleißige Hand“ hat beim 22. Bundeswettbewerb „Gärten im Städtebau“, der unter dem Motto „Leben und Begegnen im Grünen“ stattfand, für hervorragende Gesamtleistungen im Kleingartenwesen, eine Silbermedaille zuerkannt bekommen. Damit gehört die Kleingartenanlage zu den 28 schönsten Gärten in Deutschland. Herzlichen Glückwunsch an den traditionsreichen Verein. Herausgeputzte Lauben und akkurat gepflegte Blumenrabatten interessierten bei diesem Wettbewerb nur am Rande. Besonders städtebauliche, ökologische, gartenkulturelle und soziale Leistungen, mit denen Kleingartenvereine über die Grenzen der Kleingartenanlage hinaus positive Impulse in das Wohnumfeld aussenden, wurden von einer Jury bewertet. An der Preisverleihung im Palais am Funkturm in Berlin nahmen Spartenvorsitzender Joachim Löbert, Kreisverbandsvorsitzender Christian Lelanz sowie Fachbereichsleiter Thomas Bergner teil.“

„Die Nacht der kreativen Köpfe ist längst zu einem Markenzeichen des Bildungs- und Wirtschaftsstandortes an der Spree geworden.“, schrieb die Lausitzer Rundschau am 18. Oktober. Tatsächlich wollten über 4000 Cottbuserinnen und Cottbuser und auch eine nennenswerte Anzahl Auswärtige über Nacht klüger werden. Das Konzept stimmt. Die Veranstaltung lebt von der Kreativität der beteiligten Institutionen. Das märchenhafte Treiben in unserer Bibliothek, die handfesten Informationen im Bahnwerk und die Behandlung Pücklers durch den Unfallchirurgen Thiem im gleichnamigen Klinikum sprachen die Cottbuser ebenso an, wie das Wissenschaftsprogramm an der Hochschule Lausitz. Die erfreulich hohe Zahl von Kindern und Jugendlichen weist darauf hin, dass diese Veranstaltungsreihe Zukunft hat.“

„Die Bücherei Sandow nahm Mitte vergangener Woche ihr neues Domizil in der Christoph-Kolumbus-Grundschule in Besitz. Der rührige Verein unter Leitung von Gudrun Hibsch hatte über ein Jahr im ehemaligen Schulgebäude in der Elisabeth-Wolf-Straße als alleiniger Nutzer ausgeharrt und freut sich nun über neue moderne Räume. Am 15. November kann man sich beim Tag der offenen Tür davon überzeugen.“

„Nach der Eröffnung der ersten Filiale des Deutsch-Polnischen Zentrums im Rathaus von Zielona Góra Ende September steht der nächste Höhepunkt bei der Umsetzung des ersten großen gemeinsamen Projekts der Interreg-Förderperiode 2007 – 2013 der Partnerstädte Cottbus und Zielona Góra bevor.“ Am Freitag werde ich gemeinsam mit Stadtpräsident Janusz Kubicki die Cottbuser Filiale des Deutsch-Polnischen Tourismuszentrums im CottbusService der Öffentlichkeit vorstellen und zur Nutzung übergeben. Ziel des Zentrums ist es, kompetent über touristische Angebote in der jeweiligen Nachbarregion zu informieren, sowie touristische Leistungen zu vermitteln. Während es auf polnischer Seite zunächst um die Umgestaltung bisher ungenutzter Räume im historischen Rathaus zu einem repräsentativen Tourismuszentrum ging, stand und steht in Cottbus die Verbesserung touristischer Leistungen im Vordergrund. Neben der Erhöhung der Sprachkompetenz und der Information über touristische Angebote beiderseits der Grenze versteht sich die Filiale auch als Dienstleister für touristische Leistungsträger der Region. In einem weiteren Schritt werden im Rahmen des Projekts Fahrradboxen an Standorten entlang der Radfernwege in Cottbus aufgestellt. Erwartet wird davon eine Erhöhung der Attraktivität der Stadt Cottbus für die polnische Wachstumsbranche Nr.1, den Fahrradtourismus.“

„Die diesjährige EXPO REAL 2010, die 13. Internationalen Fachmesse für Gewerbeimmobilien und Investitionen, hatte 37.000 Interessenten, 21.000 Fachbesucher und zählte 16.000 Repräsentanten der Aussteller. Präsent waren 1.645 Unternehmen aus 35 Ländern (65 mehr als 2009). Die verstärkte Flächennachfrage kam vor allem aus dem Ausland mit Schwerpunkt Mittel- und Osteuropa. Die wichtigsten Länder für uns - neben Deutschland – waren Großbritannien, Österreich, Niederlande, Schweiz, Frankreich, Polen, Tschechische Republik und Russland. Erstmals seit 2008 signalisiert die EXPO REAL wieder eine Erholung der Branche. Die Stadt Cottbus präsentierte sich, wie auch in den vergangenen Jahren, auf der Expo Real 2010 im Rahmen einer Ausstellergemeinschaft auf dem Gemeinschaftsstand „Energieregion Lausitz“. Neben dem Hauptaussteller, der Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH, waren mit der Stadt Cottbus acht weitere regionale Partner aus Wirtschaft und Politik vertreten.“

„Die Standortwerbung für Cottbus und die Energieregion Lausitz mit der Präsentation von weichen und harten Standortvorteilen führte zur Erhöhung des Bekanntheitsgrades und bedeutete in diesem internationalen Umfeld einen Imagezuwachs. Zahlreiche Gespräche gab es mit potenziellen Investoren. Das Callcenter einer Bank zeigte Interesse am Standort Cottbus (300-500 Arbeitsplätze). Nachgefragt waren Gewerbeflächen für die Einzelhandelsnutzung und Flächen für Wind und Solarkraftwerke. Starke Beachtung und viel Lob zur Messe-Präsentation gab es durch die Landesregierung und die Wirtschaftsförderung. Höhepunkt des Messeauftritts war der Besuch des Wirtschaftsministeriums und der Zukunftsagentur Brandenburg (ZAB) auf dem Gemeinschaftsstand und das Business-Meeting zur Präsentation der Potenziale der Regionalen Wachstumskerne Cottbus und Spremberg.“

„Am vergangenen Donnerstag kamen in Forst (Lausitz) der Kreisausschuss des Landkreises Spree-Neiße und der Hauptausschuss der Stadt Cottbus zur ersten gemeinsamen, ergebnisoffenen Beratung über eine mögliche engere Zusammenarbeit beider Gebietskörperschaften zusammen. Zur Koordinierung der Arbeiten soll es eine Steuerungsgruppe geben, welcher Landrat Harald Altekrüger, der Vorsitzende des Kreistages, Dr. Michael Haidan und der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Reinhard Drogla und ich angehören. Die Verwaltungen beider Gebietskörperschaften sind beauftragt, ein Grobkonzept unter Einbeziehung der Landesregierung Brandenburg für eine künftige Zusammenarbeit zu erarbeiten, welches dann mit hoher Transparenz mit den Bürgern, Gemeinden, Parteien und in den Vertretungen, sowohl im Landkreis Spree-Neiße, wie auch in der Stadt Cottbus beraten werden soll. Im Dezember werden die Gespräche fortgesetzt.“

„Die Allgemeinverfügung über das Alkoholverbot im Bereich des Fußgängerboulevards in der Gelsenkirchener Allee wurde für den Zeitraum von April bis Oktober 2010 befristet. Das Alkoholverbot hat zu einer deutlichen Entspannung der Situation in diesem Bereich geführt. Das ergaben die Kontrollen des Fachbereiches Ordnung und Sicherheit. In den letzten Wochen wurden dort keine alkoholisierten Personen mehr angetroffen. Wie allerdings erwartet, waren diese in angrenzende Gebiete ausgewichen. Im Interesse der Cottbuserinnen und Cottbuser wurde nun erneut eine Allgemeinverfügung erlassen und diese über den Winter hinaus bis zum 30.Juni 2011 befristet. Ziel dieses erneuten Alkoholverbotes soll die Stabilisierung des derzeit erreichten Zustandes sein.“

„Auf dem Gelände des Technologie- und Industriepark (TIP-Cottbus) gibt es gegenwärtig erste Aktivitäten zusehen. In Höhe des Kreisverkehrs Burger Chaussee/Pappelallee sind die Bauarbeiten für die Errichtung des Technologie- und Forschungszentrums Cottbus, gefördert durch das Landes Brandenburg, in vollem Gange. Das zweigeschossige Gebäude wird mit 830 m² Nutzfläche 20 Büro- und sechs Laboreinheiten für forschende Unternehmen erhalten. Ziel ist es, noch 2010 das Gebäude einschließlich der Außenanlagen fertig zu stellen, damit die ersten Nutzer das Objekt im Januar 2011 beziehen können. „

„Trotz Verlust der Heimat, Vertreibung und schwerem Neuanfang entschlossen sich die Enkel des jüdischen Cottbuser Fabrikanten Max Grünebaum mit einer großherzigen Tat der Stadt Cottbus die Hand zur Versöhnung zu reichen. Die Stiftung der Familie fördert nicht nur Kultur und Wissenschaft. Sie ist heute für uns alle wichtig, weil sie daran erinnert, wohin Intoleranz, Rassismus und Kulturlosigkeit führen, aber auch welche große Kraft in der Mitmenschlichkeit liegt. Die Max Grünebaum-Stiftung würdigte am Sonntag junge Künstler des Staatstheaters Cottbus und Nachwuchswissenschaftler der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus. Die Max-Grünebaum-Preisträger des Staatstheaters Cottbus sind die Schauspielerin Johanna Emil Fülle und der Schauspieler Amadeus Gollner. Den Karl-Newman-Förderpreis erhielt der Schauspielkapellmeister Hans Petith. Die Max Grünebaum-Stiftung verlieh der BTU vier Auszeichnungen: Der Max-Grünebaum-Preis ging an Maurice Bäsler, Michael Fischer und an Ralf Ossenbrink. Der Ernst-Frank-Förderpreis wurde an Fabienne Masson verliehen. Der Max-Grünebaum-Preis, der in diesem Jahr zum 14. Mal vergeben wurde, ist mit jeweils 5.000 Euro dotiert. Während des Festaktes trug sich Aubrey Newman, Mitglied der Stifterfamilie und Urenkel von Max Grünebaum, in das Goldene Buch der Stadt Cottbus ein. „

„Viele Freunde des „Grünen Fürsten“ treffen sich am kommenden Samstag zur Festveranstaltung aus Anlass des 225. Geburtstages des Fürsten Hermann von Pückler-Muskau. Wir haben allen Grund, dieses Jubiläum mit Freude und gespannter Erwartung zu begehen. Der Pücklergeburtstag ist der Höhepunkt unserer intensiven Beschäftigung mit dem Gartenarchitekten, Schriftsteller und Lebemann. Was haben wir in Branitz in den letzten Jahren geschafft? Die authentische Gestaltung der Pücklerräume in Pücklers Alterssitz, die Neuentdeckung der verlorenen Orte, die Existenz der Pückler betreffenden Quellen aus der Varnhagen-Sammlung, nun gebrannt auf CD-ROM, und die Gutsökonomie als Besucherzentrum machen Branitz für Besucher und Wissenschaftler noch attraktiver. Hier besitzen wir einen Schatz, den es für nachfolgende Generationen zu bewahren gilt. Drei Tage später wird unser 20. Festival des osteuropäischen Films eröffnet. In der Woche der kurzen Nächte wird die internationale Filmwelt in Cottbus zu Gast sein. Das Filmfestival Cottbus ist ein anerkanntes Forum des osteuropäischen Films in der Mitte Europas. Es fördert unser Verständnis füreinander. Die Entwicklung des Festivals in den zurückliegenden Jahren zu dem internationalen Kultur- und Gesellschaftsereignis in Cottbus hat Maßstäbe der Verständigung und des Verstehens gesetzt. Natürlich gibt es in Deutschland eine Reihe von Festivals; die wollen wir auch nicht kleinreden. Aber die meisten sind Gemischtwarenläden. Cottbus ist das Filmfestival mit dem klaren Profil. Osteuropa taucht bei anderen Festivals am Rande auf, als exotische Beigabe. Nirgendwo gibt es das osteuropäische Kino so kompakt. Damit hat es tatsächlich Brückenfunktion. Kaum eine andere Veranstaltung im Westen Europas vermittelt den Reichtum osteuropäischer Kunst und Kultur so konzentriert wie das Cottbuser Filmfestival.“