Die Stadt Cottbus ist in der Region Südbrandenburg Oberzentrum und damit auch Zentrum für Bildung. Die diesbezügliche Attraktivität wird durch eine große Vielfalt an Angeboten von der vorschulischen bis zur universitären Bildung charakterisiert. Mit dem Bundesprojekt „Bildung integriert“ und der Bildungskoordination wurde ein Bildungsbüro geschaffen, dass sich dem Auf- und Ausbau einer attraktiven kommunalen Bildungslandschaft widmet.

Aufgabe des Bildungsbüros:

Das Bildungsbüro Cottbus/Chóśebuz hat die Etablierung eines datenbasierten kommunalen Bildungsmanagements übernommen. Aufgaben des Bildungsbüros sind:

  1. die Bildungslandschaft zu beschreiben, zu vernetzen und weiter zu entwickeln und
  2. sich zum Thema Bildung den (neuen) gesellschaftlichen Herausforderungen, wie Strukturwandel, Transformationsprozesse seit der politischen Wende 1989/90, einer nachhaltigen Kommunalentwicklung zu stellen und sich Fachkräftebedarf, Abwanderung aus strukturschwachen Regionen, die Integration von Neuzugewanderten sowie den Themen Armut und herkunftsbedingte Bildungsbenachteiligung zu widmen.

Agenda des Bildungsbüro:

Die Stadt Cottbus/Chóśebuz gibt sich vorerst kein Bildungsleitbild, sondern das Bildungsbüro formuliert eine Bildungsagenda für die nächsten Jahre, die sowohl aus einer deskriptiven Bestandsaufnahme besteht als auch Umsetzungs- und Wirkungsplanung enthält. Hierbei gibt es eine enge Korrelation zu den datenbasierten Bildungsberichten. Die einzelnen Punkte innerhalb der Bildungsagenda können für sich alleine stehen und die Umsetzung kann in unterschiedlichen Zeitverläufen geschehen.

  • Die Cottbuser Bildungslandschaft analysieren, beschreiben und darstellen. Dabei Lücken und Leerstellen identifizieren sowie Leuchtturmprojekte herausstellen. GemeinsameEntwicklungsziele formulieren
  • Ausgangslage und Bedingungen für herkunftsbedingte Bildungsbenachteiligung in Cottbus/Chóśebuz analysieren und beschreiben
  • Bildung als wesentlichen Erfolgsfaktor für die Transformationsprozesse im Struktur- und Gesellschaftswandel bekannt machen und Herausforderung sowie Gelingensbedingungen herausarbeiten und entsprechende Visionen und Entwicklungsziele formulieren
  • Bedingungen für gute Bildung darstellen und mit entsprechenden Entscheidungsträger*innen auf der Ebene der Kommune, des Landes und des Bundes kommunizieren
  • Ist-Stand- und Bedarfsanalyse für non-formale Bildung in Cottbus/Chóśebuz anfertigen und Visionen und Handlungsstrategien für eine Weiterentwicklung, eine Wirkungsüberprüfung und transparente Darstellung etablieren
  • Umsetzung einer Strategie für Bildung zur nachhaltigen Entwicklung (Aufbau eines Netzwerkes, Etablierung von Implementierungsstrategien für unterschiedliche Akteur*innen und Institutionen, wie KiTa, Schule, Verwaltung, Träger der Jugendarbeit usw.)
  • Ist-Stands- und Bedarfsanalyse für Bildungsangebote für deutsche und nicht-deutsche Fachkräfte
  • Ursachen von Armut identifizieren und entsprechende Empfehlungen für eine lokale Armutsprävention entwickeln
  • Beteiligung in Bildungsprozessen aktiv fördern und etablieren