Das Land Brandenburg hat im Jahr 2016 mit der Verabschiedung des Landesaufnahmegesetzes Neuland betreten, indem es bundesweit einmalig die Migrationssozialarbeit definiert und Regelungen für ihre Umsetzung erlassen hat. Gleichzeitig hat das Land 2018 mit einer pauschalierten Finanzierung für eine umfassende Erweiterung der Migrationssozialarbeit gesorgt, die es der Stadt Cottbus/Chóśebuz ermöglicht hat, weitere 44 Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter einzustellen, die maßgeblich dazu beigetragen haben, dass erste Erfolge bei der Integration neuzugewanderter Menschen zu verzeichnen sind.

Die erfolgreiche Arbeit auf diesem Gebiet wird nun in einer Broschüre zusammengefasst und dargestellt, in der sehr anschaulich die Wirkung der Migrationssozialarbeit in Cottbus/Chóśebuz belegt werden kann. Die Broschüre ist digital auf der Homepage der Stadt Cottbus/Chóśebuz hinterlegt und auch am Ende der Seite abrufbar.

https://www.cottbus.de/verwaltung/ob/buero_ob/bildung_integration/

Brandenburgs Integrationsministerin Ursula Nonnemacher: „Die Migrationssozialarbeit legt eine entscheidende Grundlage für eine erfolgreiche Integration und Willkommenskultur. Gerade nach ihrer Ankunft benötigen geflüchtete Menschen Unterstützung vor Ort. Mit der Migrationssozialarbeit hat Brandenburg die Beratungs- und Betreuungsstrukturen dafür deutlich gestärkt. Damit haben wir einerseits die Teilhabe- und Integrationsmöglichkeiten der Migrantinnen und Migranten verbessert, andererseits leistet die Migrationssozialarbeit einen wesentlichen Beitrag dazu, die Aufnahmebereitschaft der Gesellschaft zu stärken. Weil das so wichtig ist, führen wir, trotz schwieriger Haushaltslage, neben der Migrationssozialarbeit für geflüchtete Menschen auch die Migrationssozialarbeit für solche Menschen fort, die schon einen dauerhaften Aufenthaltsstatus haben, aber noch Unterstützung benötigen. Mit der Wirkungsanalyse aus Cottbus liegt eine Untersuchung vor, die auch für das Land Brandenburg insgesamt wichtige Aspekte benennt und uns allen bei der Weiterentwicklung des Instrumentes weiterhelfen kann.“

Oberbürgermeister Holger Kelch: „Wir haben in den wenigen Jahren seit 2015 Strukturen geschaffen, die notwendig waren, um die Herausforderungen einer bis dahin noch nicht gekannten Zuwanderung in die Stadt Cottbus/Chóśebuz zu meistern. Der Erfolg dieser Arbeit ist aber nicht allein in den neuen und veränderten Strukturen zu sehen, er resultiert maßgeblich aus den in den zahlreichen Netzwerken wirkenden Menschen, die sich motivieren und begeistern ließen, die sich bei Trägern der sozialen Arbeit, in Verwaltungen, Firmen und Institutionen darauf eingelassen haben, mit Beharrlichkeit und Engagement den neuzugewanderten Menschen die Aufnahme in unsere Gesellschaft zu ermöglichen. Vielfalt, Umfang und die Zielstellungen der mit der Migrationssozialarbeit verbundenen Projektansätze sind überraschend. Insgesamt hat Cottbus/Chóśebuz überregional damit einen Namen gemacht. Es gibt aber eine wesentliche Schlussfolgerung, die wir mit dem Land diskutieren müssen. Migrationssozialarbeit muss Pflichtaufgabe werden, weil es längst eine Pflicht ist, Menschen bestmöglich zu integrieren, um unsere Gesellschaft voranzubringen, auch und gerade hier in Cottbus/Chóśebuz. Natürlich geht es hier um Geld, um die notwendigen finanziellen Ressourcen, die gesichert werden müssen, damit wir nicht alle Jahre wieder zum Bittsteller für eine zukunftsträchtige Aufgaben werden müssen.“

Die Stadt Cottbus/Chóśebuz hat den Bericht dem Bundespräsidialamt, dem Bundeskanzleramt, den Bundes- und Landtagsabgeordneten, der Landesregierung und selbstverständlich den Cottbuser Stadtverordneten übergeben.

Download des Berichtes: