Erste Reaktion auf die Pläne der LEAG

30.03.2017
Verwaltungsgebäude der LEAG
Verwaltungsgebäude der LEAG

Die Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG) hat heute ihre Pläne für die Zukunft des Lausitzer Braunkohlereviers bekannt gegeben. Demnach werden die Pläne für die neuen Tagebaufelder Jänschwalde-Nord und Nochten II nicht umgesetzt. Lediglich das Sonderfeld Mühlrose wird neu eröffnet werden. Über das Erweiterungsfeld Welzow-Süd II soll bis 2020 entschieden werden.

Holger Kelch, Oberbürgermeister der Stadt Cottbus und Sprecher der Energieregion Lausitz:

"Die neue Position der LEAG kommt nicht mehr überraschend. Die Region ist bereits auf dem Weg, neue Lösungen und Jobaussichten und die dafür nötigen Strukturen zu schaffen. Mutiges Anpacken und keine Scheu vor Problemen, dass zeichnet die Lausitzer aus – man darf sie aber jetzt nicht zur „Reserve" erklären. Die Entscheidungen der LEAG machen klar, dass wir jeden Tag mit der Kohle nutzen müssen, um den Strukturwandel voranzubringen und die LEAG dabei als Partner in die Pflicht zu nehmen.

Das Augenmerk richtet sich vor allem auf den Bund, dessen Entscheidungen in der Energiepolitik erhebliche Folgen für die Lausitz hat. Dass einige Orte und ihre Bewohner nicht umgesiedelt werden müssen, ist für die Betroffenen positiv, bestätigt ihnen Heimatgefühl und gibt Sicherheit. Nun reden wir jedoch von der „Umsiedlung" von Arbeitsplätzen, die wir in der Lausitz dringend brauchen. Deshalb ist klar, dass die Region, die nach und nach ihr bisheriges wirtschaftliches Rückgrat verliert, eine konstante Förderung und Unterstützung benötigt, die unabhängig von politischen Konstellationen und Koalitionen über viele Jahre stabil wirken muss."