Frauen und Mädchen, die derzeit vor Krieg und Bedrohung aus ihren Heimatländern fliehen und in Deutschland Schutz suchen, sind oftmals vielfältiger geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt. Davon Betroffene können unter der kostenlosen Rufnummer 08000 116 016 das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen" nutzen. Dieses steht gemäß seines gesetzlichen Auftrages auch geflüchteten Frauen und Mädchen als wichtige Erstanlaufstelle zur Verfügung – mit Information und Beratung sowie, wenn gewünscht, mit Weitervermittlung an eine Unterstützungseinrichtung vor Ort.

Mit ihrem mehrsprachigen Beratungsangebot verfügt die bundesweite Telefonhotline über eine Besonderheit, die gerade für Flüchtlingsfrauen von Bedeutung ist. Die Möglichkeit, innerhalb einer Minute rund um die Uhr eine Dolmetscherin für 15 Sprachen zu den Beratungen hinzuzuschalten, ist bislang einmalig. Die telefonische Beratung ist auf Arabisch, Bulgarisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Persisch/Farsi, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Serbisch/Serbo-Kroatisch, Spanisch, Türkisch und Vietnamesisch möglich. Das Hilfetelefon ist täglich, auch an Wochenenden und Feiertagen, 24 Stunden besetzt.

Mitarbeitende und ehrenamtlich Helfende in Erstaufnahmeeinrichtungen können sich ebenfalls melden, wenn ihnen in ihrer täglichen Arbeit Fälle von Gewalt gegen Frauen begegnen. Um gezielt geflüchtete Mädchen und Frauen zu erreichen, stellt das Hilfetelefon künftig auch Informationsmaterial in den 15 Sprachen zur Verfügung, in denen eine telefonische Beratung möglich ist. Neben einem mehrsprachigen Flyer und mehrsprachigen Abreißzetteln mit der Nummer des Hilfetelefons wird es außerdem einen Infoflyer sowie Plakate auf Arabisch geben. Die Materialien sind in Kürze zum kostenfreien Herunterladen und Bestellen auf der Webseite http://www.hilfetelefon.de/aktuelles.html zu finden.