Arbeitsgemeinschaft Städtekranz Berlin-Brandenburg: Lebensqualität wird positiver wahrgenommen

18.12.2009

Am 30. November 2009 wurde in den sieben Mitgliedsstädten der interkommunalen Arbeitsgemeinschaft »Städtekranz Berlin-Brandenburg« eine Online-Befragung zur Lebensqualität erfolgreich abgeschlossen. Die Online-Befragung wurde im Zeitraum Oktober bis November 2009 nach 2004 bereits zum zweiten Mal durchgeführt. Mittlerweile liegen erste Erkenntnisse zu den Ergebnissen vor, die in den kommenden Wochen noch weiter vertieft und konkretisiert werden.

Besonders erfreulich ist, dass sich 14 % mehr Bürgerinnen und Bürger an der Befragung beteiligt haben als dies noch 2004 der Fall war. Vergleicht man die Ergebnisse von 2009 mit denen aus 2004, überwiegt eine positive Tendenz. Die Lebensqualität hat sich im Urteil der Befragten allgemein erhöht, die Entwicklung der Städte während der vergangenen fünf Jahre wird positiver wahrgenommen als noch 2004. Ebenso werden die Perspektiven der Städte für die kommenden fünf Jahre mit größerem Optimismus gesehen. Vor allem die drei Städte Brandenburg an der Havel, Cottbus und Eberswalde konnten ihren 2004 festgestellten Rückstand gegenüber den kleineren Städten deutlich reduzieren.

Aufgehellt hat sich die Sicht auf die Lebensbedingungen im Bereich Arbeit und Wirtschaft. Zwar bilden die Einschätzungen auf diesem Feld immer noch immer das Schlusslicht der abgegebenen Bewertungen, doch werden das Arbeitsplatzangebot und die wirtschaftliche Entwicklung längst nicht mehr so negativ gesehen wie noch vor fünf Jahren. Auch die wirtschaftlichen Perspektiven für die kommenden fünf Jahre werden – trotz Krise - überall positiver beurteilt. Im Bildungsbereich sind gegenläufige Tendenzen zu beobachten: Auch wenn das Gesamturteil wie schon 2004 eher verhalten ausfällt, wird doch die Vielfalt des Angebots an Ausbildungsplätzen positiver bewertet als vor fünf Jahren und auch die Weiterbildungsmöglichkeiten schneiden etwas besser ab. Die Qualität der weiterführenden Schulen hingegen hat nach Meinung der Befragten fast überall abgenommen.

Kaum Änderungen gibt es im Bereich Wohnen. Das Erscheinungsbild der Stadt hat sich insbesondere im Urteil der Brandenburger, Cottbuser und Eberswalder weiter verbessert. Deutliche Verbesserungen bei der Versorgung lassen die Antworten zu den Einkaufsmöglichkeiten in den Innenstädten der größeren Orte erkennen. In Cottbus macht die Bewertung einen großen Sprung nach vorn, in Brandenburg an der Havel fällt die Beurteilung ebenfalls deutlich positiver aus als vor fünf Jahren, und auch Eberswalde konnte im Urteil der Befragten deutlich zulegen. In den kleineren Städten ist eine solche Tendenz nicht durchweg zu erkennen. Die medizinische Versorgung wird zwar immer noch überall als gut bis befriedigend angesehen, allerdings nimmt hier die Skepsis der Befragten merklich zu.

Im Bereich Verkehr halten sich wahrgenommene positive Veränderungen und Verschlechterungen insgesamt die Waage. Bei der Bewertung der freizeitbezogenen Infrastruktur hat sich die Einschätzung der Quantität und auch der Qualität kultureller Veranstaltungen gegenüber der vorangegangenen Befragung sowohl in größeren als auch in kleineren Städten verbessert. Trotz Verbesserungen in einigen Städten bilden die Angebote für Senioren wie auch die Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche noch immer die Schlusslichter. Eher atmosphärische Bewertungen wie die der Sicherheit der Städte und die der Hilfsbereitschaft ihrer Bewohner landen unverändert im unteren Mittelfeld.

Ein detailliertes und abschließendes Ergebnis der Online-Befragung zur Lebensqualität wird für Februar 2010 erwartet.