Beratung für Betroffene von Verfolgungsmaßnahmen der SED-Herrschaft

03.04.2009

Das Ministerium des Innern des Landes Brandenburg bietet in Zusammenarbeit mit dem Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Beratungen für Bürger an, die unter der SED-Diktatur gelitten haben und durch Maßnahmen des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit in ihren Rechten verletzt worden sind.

Zur nächsten Sprechstunde des Berliner Landesbeauftragten

  • am 14.04.2009
  • in der Zeit von 11:00 bis 17:00 Uhr
  • im Cottbuser Rathaus, Neumarkt 5, Raum 231 (2. OG)

können sich Interessenten anmelden.

In Einzelgesprächen haben Betroffene die Möglichkeit, ihre eigenen Schicksale, ihre Erfahrungen und Erlebnisse zu schildern, und können sich erkundigen, wie ihnen geholfen werden kann bzw. wie sie ihre Rechte geltend machen können.

In den klärenden Gesprächen können insbesondere Fragen gestellt werden

  • zur Einsicht in Akten des ehemaligen MfS nach dem Stasi-Unterlagen-Gesetz
  • zu Archiven, in denen sich wichtige Unterlagen aus der Zeit der ehemaligen DDR befinden (z.B. zur Klärung von Rentenversicherungszeiten)
  • zur Rehabilitierung und Wiedergutmachung von SED-Unrecht nach den SED-Unrechtsbereinigungsgesetzen: dem Strafrechtlichen, Verwaltungsrechtlichen und Beruflichen Rehabilitierungsgesetz
  • zur Behandlung verfolgungsbedingter Gesundheitsschäden
  • zu allgemeinen Fragen und Problemen zur Tätigkeit des früheren MfS

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich vorab bei der Rehabilitierungsbehörde im Innenministerium für einen verbindlichen Beratungstermin beim Berliner Landesbeauftragten unter der Telefonnummer (0331) 866-2398 oder auch per E-Mail an rehabilitierungsbehoerde@mi.brandenburg.de registrieren lassen. Hier sind auch Informationen zu den nächsten Beratungsangeboten in der Nähe anderer Wohnorte erhältlich.