Flüchtlinge

Aufenthaltsstatus von Flüchtlingen

Die Gruppe der Flüchtlinge ist mittlerweile sehr differenziert. Menschen mit einer Fluchtbiographie werden nach deutschem Recht und entsprechend ihrer konkreten Aufenthaltssituation verschiedenen Rechtskreisen zugeordnet. Mit diesen Rechtskreisen sind unterschiedliche Rechte und Pflichten verbunden, die in bestimmten Gesetzen geregelt werden. Daher benennt die Stadt Cottbus die Rechtskreise nach ihren übergeordneten Gesetzestexten, wie etwa Sozialgesetzbuch II (SGB II), Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG), und Sozialgesetzbuch VIII (SGB VIII).

In Cottbus leben Menschen, die noch im Asylverfahren sind oder deren Asylverfahren schon mit einer negativen Entscheidung abgeschlossen wurde. Die Menschen befinden sich im Rechtskreis des Asylbewerberleistungsgesetzes (AsylbLG) . Diese Personengruppe wird durch das Land zugewiesen.

Personen, die eine Asyl- und Bleibeberechtigung haben, deren Asylverfahren positiv beschieden wurde sowie deren Familiennachzug befinden sich im Rechtskreis des Sozialgesetzbuches II (SGB II) . Die zuständige Behörde ist das Jobcenter. Innerhalb Brandenburgs können die Menschen umziehen. Die Stadt Cottbus wird als Zuzugskommune bezeichnet, weil sehr viele asyl- und bleibeberechtigte Menschen aus anderen Brandenburger Kommunen ihren Lebensmittelpunkt nach Cottbus legen.

Für die unbegleiteten minderjährigen AusländerInnen ist das Jugendamt zuständig. Sie befinden sich im Rechtskreis des Sozialgesetzbuches VIII (SGB VIII). Die Jugendlichen werden zentral durch das zuständige Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) den Kommunen in Brandenburg zugewiesen.

Entwicklung der Flüchtlingszahlen

Ende 2017 I. Quartal 2018 II. Quartal 2018 III. Quartal 2018 Oktober 2018 November 2018
Anzahl neuer Zuweisungen in tatsächlicher Höhe (kumulativ) 268 32 58 60 61 61
Leistungsbezieher nach AsylbLG

707

624

621

(davon 228 weiblich)

605

(davon 226 weiblich)

598

(davon 223 weiblich)

602

(davon 229 weiblich)

Leistungsbezieher nach dem SGB II *

1740

1771

1723

(davon 633 weiblich)

1706

(davon 638 weiblich)

1550

(davon 570 weiblich)

(davon 363 in Arbeit integriert)

1510

(davon 572 weiblich)

(davon 398 in Arbeit integriert)

Leistungsbezieher nach SGB XII (Grundsicherung im Alter, bei Erwerbsminderung, Behinderung u. ä.) 30 30 30 23 23 23

unbegleitete minderjährige Ausländer (umA) und junge Volljährige mit Hilfebedarf
(SGB VIII)

42 32 31 31 29 16

* Mit dem Wegfall des Erfordernisses, Datensätze im Kontext Fluchtmigration mit internen Kennungen zu kennzeichnen, gibt es seit Oktober 2018 keine Grundlage mehr für die Verwendung aller in diesem Zusammenhang zentral und dezentral eingeführten Kennungen in Datensätzen geflüchteter Menschen. Bestehende Kennzeichnungen sind aus Datenschutzgründen zu entfernen. Die Identifizierung von geflüchteten Menschen ist somit nicht mehr möglich. Es gibt jedoch alternative (monatliche) Auswertungsmöglichkeiten, die eine andere Datengrundlage nutzen - die Ergebnismenge weicht daher von den bisherigen Auswertungen ab.

Zahlen und Fakten zum Download

Allgemeine Informationen

Wichtiger Hinweis
Für Fragen rund um den Zuzug von Flüchtlingen hat die Stadtverwaltung eine Koordinierungsstelle Asyl gebildet:
E-Mail: fluechtlinge@cottbus.de
Telefon: 0355 612-4000