Mittwoch
06.10.2021, 19:00 Uhr

Erika und Tine sind beide 81 und seit über 40 Jahren ein Paar. Zusammen leben und arbeiten sie auf dem Kunsthof Lietzen in Brandenburg – und blicken auf ein bewegtes Stück gemeinsame Geschichte zurück. Regisseurin Therese Koppe hat die beiden Künstlerinnen über ein Jahr lang begleitet und stellt in ihrem Film ganz bewusst die subjektiven Erfahrungen von Erika und Tine in den Fokus. „Im Stillen laut“ fragt nach ihren Strategien als Künstlerinnen, den Alltag in einem autoritären Regime zu bestreiten, und nach ihrem Umgang mit der alles verändernden „Wende“. Widersprüche, Visionen und Erinnerungen verdichten sich zu einem komplexen Bild ostdeutscher Erfahrung. Einem Bild, das sich nicht in die üblichen Widerstands- oder Propagandanarrative einfügen lässt - sondern, wie Erika und Tine - widerspenstig bleibt.

„Im Stillen laut“ ist ein Film über Liebe im Alter, Autonomie und über Kunst und Kollektivität in der DDR. Er macht dabei nicht in der Vergangenheit halt, sondern blickt mit Erika und Tine in die Zukunft: Was vermag Kunst in gesellschaftspolitisch herausfordernden Zeiten? Wie kann man sich, der Kunst und seinen Idealen treu bleiben?

Nach der Filmvorführung findet ein Gespräch mit Erika Stürmer-Alex, Christine Müller-Stosch und Therese Koppe statt. Moderation: Dr. Grit Lemke

Wichtiger Hinweis
BRD 2019 74 Min FSK: ab 0 Jahren
Regie: Therese Koppe
Mitwirkende: Erika Stürmer-Alex, Christine Müller-Stosch, Heike Mildner


Reservierungen per Mail unter fischer@gladhouse.de oder tel. unter 0355/380 24 30 (9-15 Uhr)


Eine gemeinsame Veranstaltung des Brandenburgischen Landesmuseums für moderne Kunst/Dieselkraftwerk Cottbus und des Obenkinos im Jugendkulturzentrum Glad House im Rahmen der 31. Brandenburgischen Frauenwoche.