„Für Maria Grollmuß – immer wieder Karfreitags“

Samstag
26.10.2019, 19:00 Uhr

Wie können Menschen in finstersten Zeiten ihre Menschlichkeit bewahren? Diese Frage wird zum Ausgangspunkt für eine choreografische Erkundung, gewidmet all denen, die sich dem Nationalsozialismus widersetzten. Die engagierte Lehrerin, Journalistin und Philosophin Maria Grollmuß weigerte sich, gemeinsam mit ihren Mitgefangenen im Konzentrationslager, Opfer zu sein. Um sich nicht geistig zerstören zu lassen, mobilisierten sie alle Formen gedanklicher und kultureller Widerstandskräfte: Erinnerungen, Tänze, Musik, Märchen und alte Glaubensinhalte, die in der Katastrophe ganz neu wichtig wurden. Diese Thematik will der Abend aufgreifen und tut dies mit zwei Kompositionen von Bohuslav Martinů. Zum einen mit der Musik zum Ballett „Špaliček“, dem frechen Märchen vom Schuster, dem es gelingt die Kräfte der Zerstörung, Tod und Teufel zu foppen. Zum anderen verleiht die „Feldmesse“ Martinůs von 1939 anrührenden Ausdruck. Dazu wird aus den Briefen von Maria Grollmuß zitiert, die sie aus der Gefangenschaft an ihre Schwester schrieb.

Wichtiger Hinweis
Gastspiel Sorbisches-National-Ensemble

Mit Orchester, Chor und Ballett erzählt die Choreographie von Mia Facchinelli von Nachdenklichkeit und sich immer wieder meldendem Lebensübermut, von trotziger Selbstbehauptung und Selbstvergewisserung - und das in größter Bedrängnis.
Veranstaltungsort Piccolo-Theater
Anschrift
Erich Kästner Platz
03046 Cottbus
Telefon
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Fax
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