Donnerstag
07.07.2022 · 10:00 – 18:00 Uhr · Stadtmuseum Cottbus ·

Paul Busch (1889-1974) studierte in Berlin und hat sich dort zum Zei-chenlehrer ausbilden lassen. Noch während des 1. Weltkrieges, an dem er von 1915 bis 1918 als Soldat teilnahm, trat er der expressionisti-schen, europaweiten Bewegung „Der Sturm“ bei. Von 1920 bis 1954 wirkte er als Zeichenlehrer und Künstler in Cottbus. Besonders in den frühen Jahren, bis Mitte der 1950er, war er im Kulturleben der Stadt ak-tiv, so im Kulturbund und in dem daraus hervorgegangenen Künstlerver-band. Trotzdem gab es von seinen Werken, außer in einer kleinen Schau 1951/52 im Haus des Kulturbundes mit dem Maler Alfred Janigk, bislang keine Ausstellung in Cottbus.

Verschiedene kulturpolitische Ursachen führten dazu, dass sein Wirken nach Mitte der 1950er Jahre in der Stadt nicht mehr sichtbar war. Häufig weilte er seit 1960 in Ahrenshoop, um an der Ostsee zu arbeiten. Auch der nach seinem Tod 1974 der Stadt zur Verfügung gestellte Nachlass, fand trotz mehrfacher Bemühungen der Familie, hier kein Echo.

Der Nachlass von Paul Busch wurde vom Kurator Jörg Sperling mit dem Ziel gesichtet, eine Ausstellung samt begleitender Publikation zu realisie-ren, die den Künstler und Zeichenlehrer zurück in das Bewusstsein der Stadt bringen. Denn hier gibt es für den Museumsbesucher spannende Entdeckungen anhand eines vielgestaltigen Werkes zu machen. Dabei folgt die Ausstellung einem lockeren chronologischen Aufbau mit rund 120 Exponaten in 13 Stationen. In ihr werden Kunstwerke dominieren, aber daneben sollen persönliche Dokumente, Zeugnisse und Materialien das Schaffen von Paul Busch in seiner Zeit erhellen. Dies erscheint umso interessanter, da sich sein Wirkungskreis besonders in und um die Stadt Cottbus bewegte.