Bericht der Arbeitsgruppe Begegnungsstätten (BG) und Kultur

Mitglieder: Frau Bartusch, Frau Harbers, Frau Schallschmidt

Eindrücke und Wahrnehmungen der AG bei Besuchen in den Begegnungsstätten:

Die AG hat einige BG aufgesucht, um Trends, Defizite oder Erfolge wahrzunehmen.

Die BG „Goldener Herbst“ der Caritas Südstraße kann als eine von Frau Schirmer gut organisierte Einrichtung angesehen werden.

Die Senioren finden dort einen sehr schönen, gemütlichen und sauberen Aufenthaltsort vor, in dem man sich wohlfühlen kann. Drei Mal wöchentlich werden Sport- und Spielstunden mit Frühstück angeboten sowie Bustagesfahrten nach Bedarf. Diese Freizeitaktivitäten werden von Frau Schirmer und ihren ehrenamtlichen Helfern bestens vorbereitet. Man denkt an immer neue abwechslungsreiche und teilweise anspruchsvolle Spiele, damit die Senioren auch ihr geistiges Potenzial gezielt trainieren können. Natürlich dürfen bei solchen Treffen Kaffee und Kuchen nicht fehlen. Man ist sehr bemüht, alleinstehende Senioren für die BG zu gewinnen, um ihnen Kontaktmöglichkeiten zu anderen Menschen zu ermöglichen und sie vor der Einsamkeit zu bewahren.

Die Einrichtung wird von den Senioren gut angenommen, das beweisen die Besucherzahlen.

Die BG wird finanziell von der Caritas unterstützt und hat deshalb natürlich andere Möglichkeiten als z. B. „Herbstlaub“ in Sandow.

Die BG ist ein eigetragener Verein mit derzeit 38 Mitgliedern. Die Mitglieder treffen sich regelmäßig einmal in der Woche mittwochs um 14.30 Uhr zu einem Spielenachmittag. Es gibt aber auch ein monatliches Programm und unterschiedliche Aktivitäten, wie z. B. leichte Gymnastik, Buchlesungen – oder sie treffen sich einfach nur zum Reden.

Die Mitglieder des Vereins sind aber auch offen für Nichtmitglieder, diese müssen dann allerdings bei Veranstaltungen ein Eintrittsgeld entrichten. Über Ideen für ein abwechslungsreicheres Vereinsleben würden sie sich sehr freuen. Leider werden die Mitglieder immer älter, und es fällt den wenigen jungen Mitgliedern immer schwerer, etwas zu organisieren. Da nur auf Freiwilligenbasis gearbeitet wird, liegt die Überforderung sehr nah. Sie suchen deshalb händeringende nach weiteren freiwilligen, flexiblen Mitstreitern. Eine Unterstützung erhalten sie von der Wohnungsverwaltung in Form von mietfreien, beheizbaren und renovierten Räumen. Sponsoren zur Unterstützung wären willkommen.

Die BG Volkssolidarität E.-Wolf-Straße in Sandow mit ihrer sehr aktiven Leiterin Frau Ruben bietet allerhand Lukratives, z. B. PC-Hilfe, Bücherecke, Sportgruppe und Kreativ-Gruppe „Flotte Masche“, trotzdem ist ein zurückgehendes Interesse seitens der Senioren zu verzeichnen.

Die BG AWO Clara-Zetkin-Straße Ströbitz bietet vielfältige Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung und interessante Info-Nachmittage für alle interessierten Senioren an. Die Leiterin Frau Schleinitz ist donnerstags und freitags für die Senioren da und hilft ihnen bei Formularen, Anträgen sowie bei Fragen und Problemen, obwohl ihr durch den eigenen Einsatz in der Pflege im Haus wenig Zeit zur Verfügung steht.

Insgesamt sind wir bei unseren Besuchen einiger Begegnungsstätten bei aller Unterschiedlichkeit und einigen Schwierigkeiten zu der Erkenntnis gelangt, dass der Erhalt der BG von nicht zu unterschätzender Bedeutung ist.

Die Frage ist, was kann getan werden, damit diese Einrichtungen als lebendige Stätten der vielfältigen Begegnungen viel besser besucht werden?! Fazit: Die BG sind bereit, es fehlen nur die Senioren.

Anita Bartusch