Digitale Stadt Cottbus/Chóśebuz

App des Stadtmuseums erscheint mit Media-Guide zum Cottbuser Sport und am Merzdorfer Aussichtsturm öffnet die „SchauBox“

Tim Köhler

Ab jetzt ist die Web-App der Städtischen Sammlungen Cottbus für jedermann verfügbar.

Los geht‘s mit einer Rundtour zum Thema Sport durch die Stadt hin zum zukünftigen Cottbuser Ostsee und wieder zurück. Das sind circa 30 km, die bestens geeignet sind für einen Fahrradausflug. Zukünftig soll die App ganz unterschiedliche Angebote zur Stadtgeschichte, zur Bildungs- und Vermittlungsarbeit des Museums bereithalten.

Der Media-Guide zum Cottbuser Sport begreift sich als Experiment. Anhand von 11 ausgewählten Orten des Sports, soll mit kurzen Geschichten von der Sportstadt Cottbus, dem Leben und dem Engagement ihrer Bewohner erzählt werden. Das geschieht durch Interviews mit „ganz normalen" Bürgerinnen und Bürgern, die aus ihrer persönlichen Sicht auf Vereine, Sportarten und nicht zuletzt den Ort an dem sie Leben blicken. Über diese Geschichten, beispielsweise zum Sportzentrum, den Feuerwehrsport in Merzdorf oder das Bootshaus von Lok RAW an der Spree, sollen sich Protagonisten und Zuhörer begegnen.

Durch Flutung der innerstädtischen Tagebau-Folgelandschaft entsteht bei Cottbus der vermutlich größte künstlich geschaffene See Deutschlands, der laut Konzept auch und umfassend sportlich genutzt werden soll – hier kommen sie zusammen: Der Sport und der Cottbuser Ostsee. Das Cottbuser Stadtmuseum lädt dazu ein, über die Stadt und ihre Zukunft ins Gespräch zu kommen.

Link: https://stadtgeschichte.hyperworx.de

Ab Freitag wird der Ausstellungscontainer, die „SchauBox" – ein weiterer Bestandteil unseres Projektes – für die Öffentlichkeit geöffnet.

Die Ausstellung in einem recycelten und umgewidmeten Seefrachtcontainer vermittelt auf insgesamt zehn Tafeln einen Einblick in die Geschichte dieser Landschaft. Gleichzeitig ist so ein Ort entstanden zum Sinnieren, für den Widerstreit oder einfach zum Austauschen über die Zukunft unserer Stadt und Region. Als Stadtmuseum in Gegenwart und Zukunft zu blicken ist Wagnis und Chance zugleich. Wir wollen so unser Ziel, aktuelle Debatten aufzugreifen und zu begleiten, weiter verfolgen. Die Autoren der einzelnen Tafeln haben unterschiedliche Perspektiven gewählt. Auf diese Weise wollen wir diverse Schlaglichter auf das „große Loch" hinter Turm und Container werfen. Umrunden Sie doch auch mal die „SchauBox"! Mit dem Wandbild des Cottbuser Künstlers Dirk Hiekel reisen wir durch Erdzeitalter und Epochen. Bei einem Rundgang treffen Vergangenheit und Zukunft aufeinander. Als Cottbuser Stadtmuseum sind wir das Gedächtnis der Stadt. Zugleich wollen wir Ort der Bildung und des Austauschs sein – über das, was uns alle angeht, Wohl und Wehe unserer Heimat.

Wir laden Sie ein, die Ausstellung in der „SchauBox" zu besuchen und gemeinsam die Gestaltung des zukünftigen Ostsees zu beobachten.

Das Projekt wird finanziell gefördert durch die Stadtgefährten der Kulturstiftung des Bundes.