Stadtumbaustrategiekonzept Cottbus 2020

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Einführung

Die Stadt Cottbus nimmt seit dem Jahr 2001 erfolgreich am Stadtumbauprozess teil. Mit dem Stadtumbaukonzept (2001), dem Wohnungspolitischen-Wohnungswirtschaftlichen Konzept (2001), der 1. Fortschreibung des Stadtumbaukonzeptes (2006), dem Stadtumbauplan und dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept INSEK (2007) hatte die Stadt nachhaltige Instrumente für die Steuerung und Entwicklung dieses Prozesses im Rahmen der 1. Förderperiode des Stadtumbauprogramms. Knapp 9.000 leer stehende Wohnungen wurden in diesem Zeitraum vor allem in den Randlagen der Wohngebiete Neu-Schmellwitz und Sachsendorf-Madlow zurück gebaut. Gleichzeitig wurden umfangreiche Aufwertungsmaßnahmen zur Stärkung von Cottbus im Sinne einer attraktiven und kompakten Stadt umgesetzt.

Mitte 2009 plante das damalige Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung (MIR) - jetzt Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (MIL) des Landes Brandenburg, die Förder- und Programmstrategie für den Zeitraum der 2. Förderperiode des Stadtumbauprogramms 2010 - 2016 bis Ende 2009 zu entwickeln. Dafür sollten von den Städten die bisherigen Erfahrungen ausgewertet, die Wirkungen der bisherigen Förderprogramme analysiert sowie aktuelle Bevölkerungs- und Wohnungsmarktprognosen erstellt werden. Auf dieser Grundlage sollte die bisherige Stadtumbaustrategie überprüft, aktualisiert und bis Ende November 2009 dem MIL in der fortgeschriebenen Form übergeben werden. Das MIL trifft danach Entscheidungen darüber, welche Städte im Programm bleiben, welche pausieren und welche neu aufgenommen werden. Grundlage dieser Neuauswahl sind die von den Städten bis Ende November 2009 erstellten Stadtumbaustrategien. Die Aufnahme der Städte in das Programm soll anhand von Kriterien zum Handlungsbedarf sowie der Qualität der Stadtumbaustrategie vorgenommen werden. Angesichts schrumpfender Budgets bei Förderprogrammen und Haushalten von Bund und Ländern hat das Verfahren einen wettbewerbsähnlichen Charakter: Qualität und Plausibilität der Stadtumbaustrategie entscheiden über die Chancen der Stadt Cottbus bei der zukünftigen Förderung des Stadtumbauprozesses durch das Land Brandenburg.

Die Stadt Cottbus hat am 01.12.2009 dem MIL einen 1. Entwurf zum Stadtumbaustrategiekonzept in Form einer Kurzfassung übergeben. Wegen des kurzen, zur Verfügung stehenden Bearbeitungszeitraums konnte der Abstimmungsprozess zu diesem Konzept vor dem gesetzten Abgabetermin noch nicht abgeschlossen werden. Auch die Behandlung in den politischen Gremien erfolgte bis zu diesem Zeitpunkt nicht. Das vorliegende Stadtumbaustrategiekonzept gibt den Abstimmungsstand von 23.07.2010 wider. Er ist die Grundlage für die anstehenden Beratungen und Beschlussfassung in den politischen Gremien der Stadt Cottbus. Im Rahmen der Stadtumbaukonferenz am 16.06.2010 wurde zwischenzeitlich die Stadt Cottbus im Stadtumbauprogramm für den Zeitraum der 2. Förderperiode 2010 – 2016 aufgenommen und erhielt somit erneut den Status als Stadtumbaustadt.

Das Stadtumbaustrategiekonzept der Stadt Cottbus ist Bestandteil des „Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes Cottbus 2020“ (INSEK) von Dezember 2007. Dementsprechend enthält das Stadtumbaustrategiekonzept wichtige Elemente des INSEK wie z. B. die konstituierende Doppelstrategie „Rückbau von Außen nach Innen mit gleichzeitiger Stärkung der Innenstadt“ und die zentralen Leitbilder und –ziele, die aktualisiert und ergänzt werden. Eine weitere wichtige Grundlage ist der Stadtumbauplan vom August 2007 mit seinen auf die Handlungsräume bezogenen Maßnahmen und Prioritätensetzungen für den Stadtumbau.

Den aktuellsten Ausgangspunkt für die Entwicklung des Stadtumbaustrategiekonzeptes der Stadt Cottbus bildet das Konzept „Zielgruppenorientierte Wohnungsversorgung in der Stadt Cottbus“. Die Ergebnisse des Konzepts liegen seit August 2009 vor. Der letzte Entwurfstand vom 19.02.2010 mit eingearbeiteten Hinweisen bzw. Korrekturen wurde in den Ausschüssen beraten und durch den Stadtverordnetenbeschluss vom 28.04.2010 bestätigt. Zur Weiterbearbeitung des Stadtumbaustrategiekonzeptes wurde insbesondere das „Räumliche Entwicklungsprofil Wohnen“ und die dort getätigten Aussagen zu den städtebaulichen und wohnungswirtschaftlichen Strategien benutzt. Diese Strategien wurden mit den bisher geplanten und durchgeführten Maßnahmen abgeglichen und weiter konkretisiert. Zentrale Leitfragen hierbei waren: Wo besteht Kontinuität in der strategischen Ausrichtung, wo gibt es Veränderungs- und wo Ergänzungsbedarf?

Den Bürgern stehen folgende Ansprechpartner zu Fragen des Stadtumbaus zur Verfügung:

Stadtverwaltung Cottbus

Stadtumbau Gesamtstadt Fr. Mohaupt/Fr. Rietschel Tel.: 612-4144/-4116
Sachsendorf-Madlow Fr. Dr. Kühne/Hr. Hollnick Tel.: 612-4117/-4154
Neu-Schmellwitz/Sandow Fr. Limberg Tel.: 612-4114
Wohnungsbauförderung Fr. Wagner Tel.: 612-4411

Wohnungsunternehmen

GWC GmbH Hr. Fohler Tel.: 78 26 19 4
eG Wohnen 1902 Hr. Kiene Tel.: 75 28 15