Soziale Stadt Neu-Schmellwitz

Ausgehend vom großflächig erfolgten Stadtumbau in Neu-Schmellwitz und den damit einhergehenden sozialräumlichen Problemen wird die zukünftige Stadtplanung sowohl für den Stadtteil Neu-Schmellwitz als auch für die Gesamtstadt Cottbus vor eine enorme Herausforderung gestellt. Der Handlungsschwerpunkt für dieses Stadtgebiet liegt vordergründig auf der Umsetzung von soziokulturellen, bildungsbezogenen und integrativen Projekten und Maßnahmen. In Form dieser Projekte soll das bürgerschaftliche Engagement sowie die vorbehaltlose Gemeinwesen- und Öffentlichkeitsarbeit der Bewohner/innen gestärkt werden, um den stetig fortlaufenden städtebaulichen und sozialräumlichen Veränderungsprozess in diesem Stadtgebiet auch zukünftig aktiv und integrativ zu begleiten.

Laut Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 25.03.2009 wurde das Gebiet der Fördergebietskulisse der "Sozialen Stadt“ in Neu-Schmellwitz festgelegt. Aber bereits ab dem Jahr 2008 liefen die ersten geförderten Maßnahmen (u. a. Stadtteilmanagement und Stadtteilzeitung) im Stadtgebiet an. Damit wurden die Voraussetzungen für eine nicht investive Förderung sozialer Maßnahmen aus kommunalen Eigenmitteln zusammen mit Fördermitteln des Bundes sowie des Landes Brandenburg geschaffen.Aus heutiger Betrachtung (2016) des gesamten Maßnahmenkontingents in der Fördergebietskulisse der „Sozialen Stadt“ in Neu-Schmellwitz bleibt vordergründig festzuhalten, dass alle geförderten Maßnahmen eine positive Entwicklung, sowohl in qualitativer, als auch quantitativer Hinsicht genommen haben.

Bedingt durch den genannten Entwicklungstrend sowie auf Grund der stetig steigenden (Anpassungs-) Bedarfe und Teilnehmerzahlen in den einzelnen Projekten (u.a. infolge aktueller Asylthematik), der vermehrten Bürgeranfragen und -beteiligungen und der sich stets verändernden und erweiternden Aufgabenspektren in den Managementbereichen (u. a. Integration Asylsuchender) ist es nach wie vor zwingend erforderlich, sämtliche Projekte weiterzuführen und je nach Bedarf anzupassen bzw. zu erweitern.

Aktuell geförderte Projekte

Ziele der "Sozialen Stadt" Neu-Schmellwitz:

  • Ausrichtung der Gemeinwesensstruktur auf den Stadtumbau-Rückbau-Prozess mit Rückbauschwerpunkt Neu-Schmellwitz in Verbindung mit einer breit aufgestellten Öffentlichkeitsarbeit im Stadtteil Neu-Schmellwitz
  • Sinnvolle Anpassung von Gemeinbedarfsangeboten an die altersstrukturelle Entwicklung, d.h. insbesondere Weiterführung bzw. Verbesserung von Kinder- und Jugendangeboten, da Neu-Schmellwitz den höchsten Anteil an Kindern und Jugendlichen in der Stadt zu verzeichnen hat.
  • Minderung der Auswirkungen und Folgen für einkommensschwache bzw. vom Erwerbsleben ausgeschlossene Haushalte und Unterstützung der wachsenden Anforderungen an Sozialarbeit
  • Auf Grund stetiger und aktueller Entwicklungen im Stadtteil ist die Schaffung bzw. Erweiterung von bedarfsgerechten Angeboten für ältere und asylsuchende Menschen erforderlich

Die vorgenannten Ziele werden in Form von sozialen Maßnahmen (nicht investiv) zielführend umgesetzt. Vordergründig sind in diesem Maßnahmenpaket das Stadtteil- und Aktivmanagement, die Stadtteilzeitungen, das „Klingende Neu-Schmellwitz“, der Sprach-Förderkurs, das alljährliche Stadtteilfest, sowie die „kleinteiligen Projekte" verankert, wobei jede der einzelnen Maßnahmen einen eigenen Wirkungsradius mit entsprechender Zielgruppenorientierung besitzt.

Allgemeine Informationen

Ansprechpartner
Sven Schaarenberg
Stadtverwaltung Cottbus
Fachbereich Stadtentwicklung
Karl-Marx-Straße 67
Telefon
0355 612-2647
Ansprechpartner
Karin Kühl
Stadtteilladen Neu-Schmellwitz
Zuschka 27
03044 Cottbus
Telefon
0355 866-9509
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Beschluss über die Festlegung des Gebietes der Förderkulisse "Soziale Stadt" in Neu-Schmellwitz
Beschluss über die Festlegung des Gebietes der Förderkulisse "Soziale Stadt" in Neu-Schmellwitz Beschluss der Stadtverordnetenversammlung (Beschluss-Nr. IV-055/09 vom 25.03.2009)
Darin wurde das Gebiet der Förderkulisse "Soziale Stadt" in Neu-Schmellwitz nach § 171 e BauGB festgelegt und das Integrierte Handlungskonzept Neu-Schmellwitz als Arbeitsgrundlage für die Verwaltung bestätigt.