Rückblick auf die 22. Cottbuser Umweltwoche

Die diesjährige Cottbuser Umweltwoche fand vom 02. bis 06. Mai statt unter dem Motto „Meine Umwelt – meine Gesundheit – Was kann ich tun!“.

Rund 100 große und kleine Gäste füllten am Mittwoch den Saal im Stadthaus zur Auftaktveranstaltung. Zu den Höhepunkten dieser Veranstaltung zählte die Eintragung in die Ehrenchronik der Stadt Cottbus. Ausgezeichnet wurde Helga Leber, die sich durch ihr jahrzehntelanges berufliches und privates Engagement im Natur- und Umweltschutz hervorgetan hat.

Die Müllmodenschau der Models der Umweltschule Dissenchen fand bei den Gästen große Sympathie. Das Besondere hierbei war, dass die jungen „Designer“ aus Dingen, die normalerweise achtlos in den Müll landen würden, völlig individuelle und bunte, witzige Kleidungsstücke anfertigten. Plastikbeutel, Eierkartons und Stoffreste kamen dabei zum Einsatz.

Die „Wassertropfen“ der Bauhausschule widmeten ihren Beitrag ganz dem Thema Wasser. Wir lauschten selbstgeschriebenen Gedichten und Liedern, lachten über vorgetragene Wasserwitze und staunten über einen Artisten, der in ein Wasserglas springen wollte. Mit viel Spaß und Kreativität überbrachten die Kinder ihre Botschaft „Wasser ist Leben“.

Die Mitmach-Aktion „Lausitzer rudern für ihren Brandenburger Wald“ wurde im Rahmen der Umweltwoche vorgestellt. Hier konnten auf einem Holzrudergerät Bäume „errudert“ werden. Für jeden „erruderten“ Baum wird im Herbst mit Kindern und Jugendlichen ein Baum (Setzling) im Waldgebiet am Ströbitzer Badesee gepflanzt. Es galt also - je mehr, desto besser. Lothar Nicht, Beigeordneter für Ordnung, Sicherheit, Umwelt und Bürgerservice, eröffnete die Aktion mit 10 „erruderten“ Bäumen.

Unter dem Motto „Lass das Auto zu Hause! – denn wir wollen frische Luft an der BTU“ startete zum Auftakt der diesjährigen Umweltwoche eine Radtour in Richtung Spree. Den ganzen Tag wurden verschiedene Aktionen des Studierendenrates, des Referates Umwelt und des Projektes „Gesundheitsmanagement“ zum Thema „Fahrrad und Gesundheit“ angeboten.

Am Donnerstag wurde der 22. Cottbuser Umweltmarkt gemeinsam mit dem 19. Geranienmarkt durchgeführt. Die Pflanze des Jahres 2012, eine Duftpelargonie, wurde auf den Namen „Dufte Biene“ getauft. Musikalisch begleitet wurde die Aktion vom „Spatzenchor“ der Erich Kästner Grundschule. Die Taufe wurde mit dem Kinderlied „Summ summ, summ – Bienchen summ herum! beendet.

Das Wetter hatte es gut mit uns gemeint und so konnten 32 Marktteilnehmer Innovationen und Aktionen rund um das Motto der diesjährigen Umweltwoche „Meine Umwelt – meine Gesundheit – Was kann ich tun!“ sowie des Mottos des 19. Geranienmarktes „Tradition für Blütenpracht“ präsentieren. Die Mitmach-Aktion „Lausitzer rudern für ihren Brandenburger Wald“ lud die Marktbesucher zum weiteren Rudern für den Wald am Ströbitzer Badesee ein. Danach konnte man seinen Durst an der großen Trinkwasserbar der LWG GmbH und Co.KG stillen.

Die besten Beiträge des 22. Kinder- und Jugendumweltwettbewerbs wurden von Bürgermeister Holger Kelch mit Preisgeldern belohnt. Dementsprechend wurde auch der Bekanntgabe der Platzierungen der Teilnehmer entgegengefiebert. Musikalisch und tänzerisch unterhielten die „Mischka-Kids“ der Feng Shui-Integrationskita sowie der Sachsendorfer Kinderchor mit einem Programm. Beendet wurde die Preisverleihung passend zum Motto mit dem „Müllweg-Rock ‚n‘ Roll“.

Unser Dank geht an dieser Stelle an alle Wettbewerbsteilnehmer für die interessanten Beiträge zum Thema „Meine Umwelt – meine Gesundheit – Was kann ich tun!“ sowie an alle Sponsoren für die finanzielle Unterstützung.

Am Freitag tagte im Pädagogischen Zentrum für Natur und Umwelt das Kinderparlament der Wilhelm-Nevoigt–Grundschule zum Thema „Wie ernähre ich mich gesund?“ Die Jungparlamentarier wollten dabei auch wissen, was Politiker für die gesunde Ernährung tun können?

Ebenfalls am Freitag erfolgte die Preisverleihung zum Malwettbewerb der Stadtwerke Cottbus GmbH zum Thema „Sei kühn, mal Deine Zukunft grün“. 80 Cottbuser Kinder beteiligten sich an diesem Malwettbewerb und brachten ihre Visionen der Energieversorgung der Zukunft aufs Papier. Die besten Bilder sind noch bis zum 30. Juni im Kundenzentrum der Stadtwerke Cottbus zu sehen.

In einem offenen Bürgerforum unter dem Motto „Energiewende – Ihre Chance für bezahlbares Wohnen in der Zukunft?!“ informierten sich Bürgerinnen und Bürger der Stadt am Nachmittag im Rahmen der Auftaktveranstaltung zum kommunalen Energiekonzept. Diese Auftaktveranstaltung zeigte auch, dass Cottbus schon beträchtliche Leistungen in der energetischen Sanierung zu verzeichnen hat.

Am Samstag ab 7:00 Uhr fand das Kinder- und Jugendangeln an der Spree im nördlichen Stadtgebiet statt. Es war gleichzeitig eine Hegemaßnahme, bei der überzählige Fische der Arten Blei, Güster, Plötze usw. entnommen wurden. Edelfische bzw. Fische der Roten Liste Brandenburgs wurden schonend in das Gewässer zurückgesetzt.

Traditionell trafen sich am Sonntag alle Sportbegeisterten zur Abschlussveranstaltung „Mit der Familie Natur erleben“ im Bootshausgelände des ESV Lok RAW. Vielfältige sportliche Aktionen wie die Radtour mit Erläuterungen an verschiedenen Zwischenstationen, die Naturkundliche Wanderung, der Lauf durch den Branitzer Park, die geführte Tierparkwanderung oder die Paddeltour zum Kiekebuscher Wehr luden ein, trotz einstelliger Plusgrade, aktiv zu werden.

Pünktlich um 11 Uhr pflanzte Oberbürgermeister Frank Szymanski im Spreeauenpark einen zwei Meter hohen Goldregen anlässlich der Mitmach-Aktion „Lausitzer rudern für ihren Brandenburger Wald. Insgesamt 1123 neue Bäume für Cottbus hatten die Bürgerinnen und Bürger auf der Baumesse und während der 22. Cottbuser Umweltwoche „errudert“. Die Pflanzaktion wird im Herbst am Ströbitzer Badesee fortgesetzt.

Die 22. Cottbuser Umweltwoche war eine Gemeinschaftsleistung. Sie wäre nicht möglich gewesen ohne starke und engagierte Mitstreiter, die ihr spezielles Wissen und Können in die vielen gemeinsamen Aktivitäten einbrachten. Ihnen allen herzlichen Dank!