Das Mühlengebäude

Die heute noch überlieferte und 2013 erneut umfassend instand gesetzte Bausubstanz stammt freilich größtenteils aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

2Heutiges Aussehen des Mühlengebäudes
2Heutiges Aussehen des Mühlengebäudes

Das Mühlengebäude ist ein zweigeschossiger Holzskelettbau auf rechteckigem Grundriss, mit Satteldach, westlich offen angereiht an den Giebel eines massiven Gaststättengebäudes, welches man von 1965-67 errichtete, nachdem schon 1960 der baufällige Wohn- und Gaststättenteil des Mühlengebäudes abgerissen worden war. Das Gebäude enthält eine nahezu komplette, historische Mühlenanlage, teilweise mit eigenem, zusätzlichem Tragwerk in Verbindung mit der Baukonstruktion.

Die nördliche Außenwand des Erdgeschosses und die Grundmauern bestehen aus Ziegelmauerwerk. Die südliche Außenwand ist eine Fachwerkwand, die bei der großen Instandsetzung Anfang der 1980er Jahre hierher umgesetzt wurde. Das östliche Giebelfachwerk trägt außen eine einfache Brettschalung. Das Obergeschoss liegt bereits im Dachraum. Seine Decke ist die bedielte und begehbare Kehlbalkenlage. Das Erdgeschoss hat die Außenmaße 11,23 x 11,45 m = 128,58 m² und ist ca. 2,84 m hoch. Darüber liegt das Satteldach, ein Kehlbalkendach mit liegendem Stuhl, dem bei einem früheren Umbau die Deckenbalken herausgeschnitten wurden, um eine tiefer liegende, neue Decke darunter einzuziehen. Der Dachstuhl hat 12 Gespärre und je 0,45 m Traufüberstand sowie 5,45 m Firsthöhe über dem EG-Fußboden. Während der Grundinstandsetzung in den 1980er Jahren wurden aus Abrisshäusern der Cottbuser Altstadt gewonnene Bauhölzer hier wieder eingebaut, die noch markante Spuren ihrer Vornutzung aufweisen. Aus dieser Zeit stammen auch die beiden Fledermausgauben auf dem Dach. 2013 wurde die gesamte hölzerne Tragkonstruktion einschließlich Dachstuhl kleinteilig und bestandschonend repariert und ist seither wieder voll tragfähig, was zuvor in Folge vieler gebrochener Sparren und sonstiger Schäden so nicht mehr war. Die Dachhaut, zuletzt eine einfache, gespließte und stellenweise undichte Biberschwanzdeckung, wurde erneuert und als Doppeldeckung ausgeführt. Bei der Gelegenheit wurde auch ein zweiter baulicher Rettungsweg geschaffen. Das teilweise nur bekriechbare Untergeschoss ist eine weitgehend funktionslose, offene Gründung und enthält an Mühlentechnik nur die beiden Elevatorfüße mit Gosse.