Ostsee-Flutung ist Startschuss für Cottbuser Perspektiven

11.04.2019
Testflutung am Einlaufbauwerk Lakoma (2019)
Testflutung am Einlaufbauwerk Lakoma (2019)

Anlässlich des Flutungsbeginns des Ostsees am 12.04.2019 hat Oberbürgermeister Holger Kelch die Perspektiven für Cottbus/Chóśebuz hervorgehoben. „Das wird ein großartiger Tag für unsere Stadt und die anderen See-Anrainer. Die LEAG schafft mit der Flutung eine der wesentlichen Voraussetzungen, dass die Ideen für den Ostsee umgesetzt werden können. Unser Ostsee ist ein Werk vieler Gleichgesinnter." Kelch dankt vor allem den ehrenamtlichen Mitstreitern, die „voller Energie in den Ortsteilen am künftigen See, im Ostsee-Förderverein und im Ostsee-Sportverein aktiv sind".

Viele Vorbereitungen laufen bereits: Die Kaimauer für das künftige Hafenquartier entsteht und soll voraussichtlich Ende August dieses Jahres fertig sein. Von diesem Quartier soll die CO2-Neutralität auf die Stadt ausstrahlen und neue Akzente für die Stadtentwicklung setzen. Der Rundweg soll möglichst zügig komplettiert werden. Zudem gibt es ein erstes Konzept für Ostsee-Sportspiele, das weiter gestaltet wird. Kelch: „Mir ist bewusst, dass mit jedem Tropfen Wasser, der in den entstehenden See fließt, die Ungeduld und gleichzeitig die Vorfreude wachsen." Deshalb will die Stadtverwaltung zusätzliche Planungsmitarbeiter einstellen, um die Konzeptarbeit voranzutreiben.

Kelch: „Ostsee heißt für uns Strukturwandel mit den Kompetenzen einer Energieregion zu verbinden. Ein CO2-neutrales Stadtquartier schmälert gerade nicht die Lebensleistungen der Energiewerker, sondern nimmt ihre Kreativität und fachliche Qualifikation für die Zukunft auf."

Der Oberbürgermeister wird am 12.04.2019 gemeinsam mit Ministerpräsident Dietmar Woidke und dem LEAG-Vorstand die Flutung am Einlaufbauwerk in Lakoma starten.

"Wasser marsch! - In der Spreegalerie wird geflutet"

Förderverein Cottbuser Ostsee e.V. lädt Bürgerinnen und Bürger am 12.04.2019 zum Flutungsfest ein

Klingt komisch, ist aber so: Der Flutungsbeginn für den künftigen Cottbuser Ostsee, der für Freitag, den 12. April 2019 in den Abendstunden geplant ist, wird vor allem in der Spreegalerie gefeiert. Die ablaufenden Tage auf der Countdown-Uhr sind nun einstellig. Im und rund um das „Ostsee-Fenster“ können alle Ostsee-Begeisterten den letzten Stunden und Minuten entgegenfiebern. Weil am See selbst nur eingeschränkt Parkmöglichkeiten zur Verfügung stehen und außerdem der Merzdorfer Turm und das Einlaufbauwerk aus Anlass des Festaktes der LEAG für Besucher gesperrt werden, richtet der Förderverein Cottbuser Ostsee e.V., unterstützt von der Stadt Cottbus, dem Stadtmarketing- und Tourismusverband Cottbus e.V. sowie weiteren Partnern des „Ostseefensters“ in der Spreegalerie ein Flutungsfest für die Bürger aus.

Ab 18:00 Uhr gibt es Livemusik von den „Subway Surfers“ aus Berlin, die Curling Bahn des Stadtsportbundes kann bespielt werden und beim „OstseeQuiz“ gewinnen kluge Ratefreunde eine letzte Ausfahrt auf den Grund des künftig größten Tagebausees Deutschlands. Außerdem sind Einkaufsgutscheine der Spreegalerie und andere schöne Dinge im Lostopf, aus dem eine echte Meerjungfrau die Gewinner zieht. Bastelangebote für Kinder vom Juks e.V. und Knotenkunde für Erwachsene von der Bootsfahrschule Cottbus werden angeboten.

Ab circa 20:00 Uhr soll das Einlaufen des Wassers in den See außerdem auf die Leinwand im Ostsee-Fensters live übertragen werden. Zugeschaltet wird auch der große LED-Bildschirm über den Spreegalerie-Rolltreppen. Für die Übertragung ist extra ein Drohnenflug am See unterwegs. So können die Cottbuser direkt in der Innenstadt das Geschehen am See teilweise miterleben. Der Eintritt zum Flutungsfest ist frei, der Erlös aus dem Getränkeverkauf kommt dem Förderverein zugute. Offizielles Ende des Flutungsfest ist für 21 Uhr geplant.

Hintergrund:

Am 4. März 2019 hat der Förderverein Cottbus Ostsee e.V. das „Ostsee-Fenster“ in der Spreegalerie als „pop-up-store“ eröffnet und seitdem über 1300 Besucher in der temporären Ausstellung gezählt. Gezeigt werden Bilder, Pläne, Modelle und Filme aus der Tagebauzeit und zur Ostsee-Entstehung. Ehrenamtler öffnen das Geschäft noch bis zum 25. April 2019 jeden Dienstag und Donnerstag von 13:00 bis 18:00 Uhr sowie samstags von 10:00 bis 16:00 Uhr. Sechs Mal hat jeweils montags ein Ostsee-Talk zu maritimen Themen stattgefunden. Am kommenden Montag (15.04.19) sind unter der Überschrift „Alte- und neue Kulturlandschaften verbinden! – Wieviel Arbeit macht der Ostsee?“ Claudius Wecke, Stiftung Branitz, Heinz-Wilhelm Müller, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Cottbus und Jörg Waniek, Leiter Personal-Management LEAG Gäste. Beginn der Talkrunde ist um 19:00 Uhr.

Quelle: Pressemitteilung des Förderverein Cottbuser Ostsee e.V. vom 09.04.2019