Mit einem Rammschlag unterhalb des Aussichtsturms Merzdorf ist am Montag (09.07.2018) ein Meilenstein am künftigen Cottbuser Ostsee gesetzt worden: Der symbolische „Spatenstich" bildet den Auftakt für den Bau der Kaimauer, die als Linienverbau das geplante Hafenquartier stützen und sichern wird.

„Wir schreiben heute Geschichte für ein ganz neues Stück Cottbus/Chóśebuz“, sagte Oberbürgermeister Holger Kelch in seinen Begrüßungsworten. Mit dem Rammschlag brauche man „nun immer weniger Phantasie, um sich den Urlaub am Cottbuser Ostsee vorzustellen. Dafür wächst mit jedem Kubikmeter Erde und jeder Tonne Stahl die Gewissheit, dass es etwas wird mit unserem wichtigsten Infrastrukturprojekt".

Kelch begrüßte Brandenburgs Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung, Kathrin Schneider, und erklärte: „Ich freue mich, dass wir hier am Ostsee auf die verlässliche Unterstützung durch das Land Brandenburg setzen und buchstäblich auch bauen können. Dafür danke ich Ihnen vor allem im Namen der Cottbuser Kinder und Kindeskinder, die diesen See in seiner ganzen Größe und Schönheit einmal vor ihrer Haustür haben werden." Der OB übergab der Ministerin einen Ostsee-Teppich.

Ministerin Schneider erklärte: „Der Bau der Kaimauer ist eine Investition in die Zukunft von Cottbus, aber auch ein wichtiges Signal für die Entwicklung der Region, der Lausitz im Strukturwandel."

In den Bau der Kaimauer werden ca. 7,5 Millionen Euro fließen. Etwa sechs Millionen Euro davon stammen aus Fördertöpfen des Landes.

Für das Hafenquartier liegen bereits erste Skizzen und Pläne vor. Die Cottbuser Rathausspitze hatte in der vergangenen Woche den weiteren Zeitplan bestätigt. Dabei wird der Sieger des Wettbewerbs, das Büro moshfeghi Architekten GbR aus Hamburg, die Ideen und Vorschläge für das Hafenquartier weiter ausgestalten. Im Dezember könnte es dazu dann erste Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung geben.

Stadtverwaltung und das Ostseemanagement sind außerdem derzeit mit Fachplanern dabei, bis Ende des Jahres die „Entwicklungsstrategie Cottbuser Ostsee" zu erstellen. Damit werden die Planungen für die Seeachse fortgeschrieben und konkretisiert. So entstehen sichtbare Modelle für den Strukturwandel und die Energiewende auf Landes- und Bundesebene, so Kelch. Die bereits wahrnehmbaren Investorennachfragen ließen sich somit gezielt in die Flächen zwischen Cottbuser Ostsee und Sandow lenken.

Kelch: „Der Ostsee ist Stadt- und Regionalentwicklung im besten Sinne: vom Altmarkt zum Anleger, von Sandow an den Strand, aus Wiesengrund ans Wasser, von Neuhausen nach Neu-Lakoma, von Teichland ins Tauchland – es geht um weit mehr als nur mal eben Wasser in eine früheren Grube zu leiten.

Von hier gehen die Impulse aus für die Stadtentwicklung und den modernen Städtebau, für die Innovationskraft einer Universitätsstadt und natürlich die umweltschonende Naherholung am See in der Stadt."

Die Flutungsbereitschaft soll durch das Bergbau- und Energieunternehmen Leag im Herbst hergestellt sein.

Kelch dankte Partnern wie der Leag, die den See im ehemaligen Tagebau Cottbus-Nord „baut", der Gemeinsamen Landesplanung Berlin-Brandenburg, den im Inselrat vereinten Anrainern, vor allem aber den Ortsbeiräten an den künftigen Ufern und den bereits agilen Förderverein Cottbuser Ostsee sowie dem Ostsee-Sportverein für ihr zeitiges Engagement.

Zahlen und Fakten:

Kosten:

ca. 7,5 Millionen Euro, davon 80 Prozent aus Fördertöpfen.

Die zu errichtenden Spundwand ist ca. 820 Meter lang.

Ca. 92.000 Kubikmeter Erde werden abtransportiert. Sie werden auf die gegenüberliegende Seite der B 168 gebracht – dort entsteht eine Binnendüne.

Geplante Bauzeit: elf Monate bis voraussichtlich Mai 2019.

Ausführendes Unternehmen ist die Firma Richard Schulz Tiefbau GmbH aus Schwarzheide

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