Cottbus eröffnet Paralympisches Zentrum und wird zur sportlichsten Gemeinde Brandenburgs gekürt

04.10.2016

In Cottbus ist am Dienstag das neue Paralympische Trainingszentrum eröffnet worden. Das rote Band wurde u. a. von Brandenburgs Wissenschaftsministerin Martina Münch, dem Präsidenten des Deutschen Behindertensportverbandes Friedhelm Julius Beucher und vom Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch durchtrennt. In den Umbau, an dem 20 regionale Unternehmen beteiligt waren, sind circa 1,8 Millionen Euro geflossen. „Die Sportstadt Cottbus ist um einen Mosaikstein, nein, um ein ganzes Wandbild reicher. Mein Dank gilt allen Unterstützern und Förderern, die den Bau der Sportstätte ermöglicht haben, allen voran den Stadtverordneten, dem Olympiastützpunkt Brandenburg, der Landesregierung und dem Bund", sagte Kelch zu Beginn der Feierlichkeiten und betonte das gute Zusammenspiel aller Beteiligten.

Ministerin Martina Münch erklärte: „Cottbus leistet eine vorbildliche Arbeit für die Sportler mit Handicap und ist dafür eine professionelle und leistungsfähige Heimat-Basis. Dieses herausragende Engagement kann auch künftig mit unserer Unterstützung rechnen." Mit Blick auf die anstehenden Entscheidungen zu den paralympischen Trainingsstützpunkten in Deutschland fügte Woidke an: „Die Sportstadt Cottbus hat mit einer großen Eigenleistung, überzeugten Unterstützern und hervorragenden Sportlern beste Argumente vorgelegt, um den Status zu behalten."

Anerkennende Worte gab es für die 13 Medaillengewinner, die in Rio de Janeiro erfolgreich waren. Mit den neu geschaffenen Voraussetzungen für den Sport in Cottbus gehe seine Hoffnung einher, bei den Olympischen und Paralympischen Sommerspielen in Tokio ähnliche Erfolge zu erzielen, so Kelch.

Zur Eröffnung der neuen Sportstätte waren auch diesjährige Olympiastarter unter den Gästen. Umrahmt von den Sportlerinnen und Sportlern und ihren Trainern erfolgte die symbolische Schlüsselübergabe an den Olympiastützpunkt. Der OSP-Gesamtleiter Wilfried Lausch sprach von einmaligen Bedingungen für den Spitzensport in Cottbus. Bronze-Gewinnerin Francés Herrmann freut sich besonders auf die neuen und auf die Nutzer abgestimmten Sportgeräte. Auch Friedhelm-Julius Beucher zeigte sich beeindruckt von den neuen Möglichkeiten für den Sport in Cottbus und dem Cottbuser Sportzentrum.

Mit Unterstützung durch Bundesmittel (844.200 Euro) haben sich das Land Brandenburg und die Stadt Cottbus jeweils zu gleichen Teilen (502.314 Euro) an den Sanierungskosten beteiligt.

Richtungsweisend ist die Übergabe der Kooperationsvereinbarung zwischen dem Trainingszentrum Cottbus des Berufsbildungswerkes Sachsen, dem Trägerverein des OSP und dem Brandenburgischen Behindertensportverband. Den Sportlerinnen und Sportlern wird damit eine duale Karriere ermöglicht. Neben der hohen und zeitintensiven Trainingsbelastung können sie einen Ausbildungsberuf erlernen.

Eine besondere Auszeichnung wurde Oberbürgermeister Kelch von Ministerin Münch überreicht. Martina Münch übergab dem Stadtoberhaupt die Ehrenurkunde für die „Sportlichste Gemeinde Brandenburgs der Ortschaften über 10.000 Einwohner".

Münch gratulierte mit den Worten: „Cottbus und Sport – das gehört zusammen. Das gilt sowohl für den olympischen und paralympischen, aber vor allem auch für den Breitensport, für alt und jung. 145 Sportvereine bieten den Cottbusern mehr als 70 Sportarten. Viele Ehrenamtliche unterstützen die Arbeit. Und es ist großartig, wie sich die Sportfamilie in Cottbus um die Unterstützung und Integration von Flüchtlingen kümmert. Auch dafür mein besonderer Dank".

Für den Sieg gab es einen Scheck in Höhe von 5.000 Euro. Cottbus hatte neben vier weiteren Städten am Auszeichnungswettbewerb teilgenommen. Das Geld wird dem Stadtsportbund zur Verfügung gestellt.