Geflüchtete und migrantische Frauen

Unter den Frauen, die nach Deutschland fliehen, finden sich unterschiedliche Fluchtgeschichten. Mehrere Frauen fliehen zusammen mit ihren Familien oder im Rahmen des Familiennachzuges. Einige haben sich politisch engagiert in ihren Ländern oder haben Krieg erlebt. Sie alle beginnen ein Leben in einem unbekannten Land mit einer anderen Sprache und sehr unterschiedlichen Systemen.

Viele Frauen benötigen Hilfestellung bei besonderen Aspekten der Orientierung und Lebensgestaltung. Darüber hinaus muss der Gewaltschutz und die Aspekte von Mehrfachdiskriminierung gesondert mitgedacht werden.

Um auf die spezifischen Bedarfe von geflüchteten Frauen reagieren zu können, braucht es Wissen oder Informationen. Aus diesem Grund hat die AG "Geflüchtete Frauen in Cottbus" unter der Leitung von Frau Dr. Kaygusuz-Schurmann, Servicebereichsleiterin Bildung und Integration, eine Bedarfsanalyse in Auftrag gegeben, welche vom Perspektiven Cottbus e.V. umgesetzt wurde. Diese Bedarfsanalyse steht demnächst zum Download bereit.

Die AG "Geflüchtete Frauen in Cottbus" trifft sich in unregelmäßigen Abständen. Bei Interesse senden Sie bitte eine Anfrage per Mail an fluechtlinge@cottbus.de.

Gewaltschutz

Insbesondere Frauen und Mädchen sind von Gewalt betroffen. Der Schutz vor Gewalt muss sowohl in der vorläufigen Unterbringung als auch im dezentralen Wohnraum gewährleistet sein und auch den Schutz vor rassistischer Gewalt und antimuslimischen Rassismus einschließen.

Der Schutz von Frauen und Kindern vor Gewalt im familiären Kontext oder im Quartier ist für die Stadt Cottbus/Chóśebuz in den letzten Monaten ebenfalls vermehrt in den Fokus geraten. Auch dafür werden derzeit erste Überlegungen getroffen, um wirksame Schutz- und Präventionsmaßnahmen zu etablieren. Hinzu kommt die Häufung von Trennung und Scheidung in Familien mit Fluchtbiographie. An dieser Schnittstelle ist ebenfalls eine differenzsensible Begleitung und Unterstützung als Präventionsmaßnahme angeraten.

Kontakte zur Beratung und Unterstützung für Frauen

Frauenhaus Cottbus e. V.

Heike Richter (Geschäftsführerin)
DP AG: Filiale 2
03042 Cottbus

Telefon: 0355 712150

E-Mail: frauenhaus_cottbus@web.de
Homepage des Frauenhauses Cottbus


Frauenzentrum Cottbus e.V.

Hanka Lindner (Geschäftsführerin)
Thiemstraße 55
03050 Cottbus

Telefon: 0355 473955

E-Mail:info@frauenzentrum-cottbus.de
Homepage des Frauenzentrums Cottbus


Hilfetelefon (mehrsprachig)

Das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen ist ein bundesweites Beratungsangebot für Frauen, die Gewalt erlebt haben oder noch erleben. Unter der Nummer 08000 116 016 und via Online-Beratung werden Betroffene aller Nationalitäten, mit und ohne Behinderung – 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr betreut.


Hilfe in Brandenburg bei Genitalverstümmelung

Viele Millionen Mädchen und Frauen auf der Welt sind an ihren Genitalien verstümmelt und weiteren Mädchen droht diese Praxis in den kommenden Jahren. Durch Flucht aus den betroffenen Regionen ist die Genitalverstümmelung auch in Europa und somit Brandenburg angekommen.

Das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familien des Landes Brandenburg hat einige Informationen zu diesem Thema in ihrer Broschüre "Gewaltschutz für Frauen in Flüchtlingsunterkünften" veröffentlicht.


F.A.Q. – häufig gestellte Fragen

Zu Fragen rund um das Thema Gewaltschutz stellen der Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe - Frauen gegen Gewalt e.V. und der Frauenhauskoordinierung e.V. diesen kostenlosen Katalog zur Verfügung: