Migrationssozialarbeit in Cottbus

Cottbus hat sich 2008 mit der Verabschiedung der "Zehn Handlungsfelder für eine lebenswerte, tolerante und weltoffene Stadt" (PDF / 90.77 KByte / 10.08.2017) für eine nachhaltige und kontinuierliche Integrationsarbeit ausgesprochen. Cottbus hat sich zu einer Einwanderungsstadt entwickelt, zunächst insbesondere durch die internationalen Studierenden und MitarbeiterInnen der BTU und ArbeitnehmerInnen insbesondere aus dem Nachbarland Polen und vor allem in den letzten beiden Jahren auch für Menschen mit Fluchtbiographie.

Mit der verstärkten Zuwanderung von Flüchtlingen aus Kriegs- und Krisengebieten dieser Welt seit 2014 stellt Cottbus seine Weltoffenheit mit bisher nicht gekannten Herausforderungen erneut unter Beweis. Menschen aus über 20 Ländern, die weder sprachlich und kulturell noch bezüglich des Bildungs- und Ausbildungsstandes auf die deutschen Verhältnisse vorbereitet und eingestellt sind, werden auf Dauer oder zumindest auf lange Zeit in Cottbus leben. Derzeit liegt der AusländerInnenanteil in Cottbus bei ca. 7,5% (30.04.2017). Der hohe Anteil von jungen Menschen bis zum 27. Lebensjahr, viele Familien bzw. Mütter mit drei und mehr Kindern sind für unser Gemeinwesen Chance und Herausforderung gleichermaßen. Motivation, Lern- und Integrationswillen bergen die Chance auf Bereicherung des Lebens in der Stadt vor allem hinsichtlich der Bildungs- und Arbeitsmarktsituation. Dem stehen zahlreiche Problemlagen gegenüber, die sich vor allem aus der relativ hohen Zahl von Asylsuchenden und Asylberechtigten ergeben, die in kurzer Zeit nach Cottbus gekommen sind. Die Notwendigkeit einer schnellen Integration, allem voran der Erwerb ausreichender Kenntnisse der deutschen Sprache, die Versorgung mit Kita-, Schul- und Ausbildungsplätzen, die Sicherung medizinischer und psychotherapeutischer Versorgung, das Kennenlernen „deutschen“ Lebens, die Integration in die Wohngebiete der Stadt und Vieles mehr, fordert die ehren- und hauptamtlichen Systeme derzeit bis an ihre Grenzen.

Im Kontext dieser Aufgaben ist Migrationssozialarbeit (MSA) eine der wesentlichsten Grundlagen für gelingende Integration. Das Konzept bildet alle Erfordernisse für die gesamten Lebensbereiche sowohl der deutschen als auch der zugewanderten Bevölkerung ab.

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