Grußwort der Schirmfrau der 26. Brandenburgischen Frauenwoche vom 4. bis 13. März 2016 in Cottbus, Marlies Poredda

Motto: Frauengenerationen im Wechselspiel

Liebe Cottbuserinnen und Cottbuser,
liebe Gäste der Stadt Cottbus,

als Präsidentin des Internationalen Wirtschaftsclub Cottbus-Lausitz des Bundesverbandes für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft Global Economic Network e. V. (BWA) unterstütze ich in diesem Jahr die 26. Brandenburgische Frauenwoche in unserer Stadt.

Sie findet vom 4. bis 13. März statt und steht unter dem landesweiten Motto „Frauengenerationen im Wechselspiel“. Inhaltlich greift die Frauenwoche die Thematik „Generationenwechsel“ als eine frauenpolitische Aufgabe und Herausforderung auf. Dabei geht es um die Gestaltung der Nachfolge in Organisationen der frauen- und gleichstellungspolitischen Infrastruktur. Ein Thema, dass mir auch als Unternehmerin aus der Transport- und Logistikbranche sehr bekannt ist. So übernahm ich 1990 gemeinsam mit meinem Mann die Leitung des Familienunternehmens in zweiter Generation. Im Jahr 2012 übergaben wir unsere Firma an unsere beiden Söhne. Heute hat das seit nunmehr 50 Jahren bestehende Familienunternehmen in dritter Generation eine moderne Fahrzeugflotte und fast 60 Mitarbeitende. Daher habe ich gern die Schirmherrschaft für die Frauenwoche 2016 übernommen und freue mich, wenn ich mit meinen Erfahrungen die Arbeit von Frauenvereinen und -einrichtungen in unserer Stadt unterstützen kann.

Der Generationenwechsel, egal, ob im kleinen Verein, in einem Landesverband oder einer Frauengruppe, stellt für die Beteiligten eine besondere Herausforderung dar. Ganz neue Fragen und Unsicherheiten tauchen plötzlich auf. In der Tat hat man es mit keiner geringeren Aufgabe zu tun als der Sicherung des Fortbestandes des Vereins, Verbandes oder der Gruppe. Nachwuchs für die eigene Organisation zu finden, der das Erreichte bzw. Bestehende weiter fortführt, ist also die große zu bewältigende Aufgabe der älteren Generation. Dabei auch Generationengerechtigkeit herzustellen, ist eine weitere Herausforderung. Notwendige Weichenstellungen müssen daher frühzeitig erfolgen. Es steht also etwas auf dem Spiel. Gleichzeitig sind aber auch die Möglichkeiten für Veränderungen noch nie so groß wie in Zeiten des Generationenwechsels. Hier liegen Chancen für längst fällige Neuerungen, aber ebenso große Gefahren, denn im Übermut mit den „neuen Besen“, die ja bekanntermaßen gut kehren, kann auch das Bewahrenswerte hinausgekehrt werden. Hier optimale Lösungen zu finden ist die Aufgabe verschiedener Generationen.

In der Eröffnungsveranstaltung der Frauenwoche am 7. März werden diese Themen besonders im Fokus stehen. Aber auch die Arbeit der Frauengenerationen der damaligen Wende, sozusagen die frauenpolitischen Wegbereiterinnen und -begleiterinnen, sollen in der Frauenwoche gewürdigt werden. Dies wird bei den 25-jährigen Jubiläen des Frauenhauses Cottbus als auch der Kontaktstelle „Frauen für Frauen“ des Demokratischen Frauenbundes e. V., Landesverband Brandenburg, geschehen. Die Arbeit der damaligen Initiatorinnen und Mitarbeiterinnen, heute allesamt im Rentnerinnenstand, wird in diesen Einrichtungen schon von anderen Frauen fortgesetzt. Hier gab es also schon einen Generationenwechsel. Im Bibliolog „Das Risiko der Ruth – zwei Frauengenerationen“ können Sie sich an Hand einer alttestamentlichen Geschichte zweier Frauen verschiedener Generationen zu eigenen Lebensfragen, -situationen und Wertvorstellungen mit Anderen austauschen und z. B. die Frage diskutieren „Wie gehen junge und ältere Frauen heute miteinander um?“. Beim 57. „Serbske blido“ erzählen Frauen unterschiedlichen Alters über ihre Erfahrungen bei der Weitergabe von Werten und Kultur in ihren Familien und welche Rolle dabei Mutter und/oder Vater haben.

Ebenso gibt es aber auch wieder den beliebten Kabarettabend, den Weltgebetstag der Frauen, eine weitere neue Erkundungstour durch Brandenburg, Filme u.a..

Ich danke allen Organisatorinnen, Helferinnen, der Gleichstellungsbeauftragten unserer Stadt und vor allem den Sponsorinnen und Sponsoren, die mit ihrer finanziellen Unterstützung sehr zum Gelingen der Frauenwoche beigetragen haben.

Ich lade Sie herzlich ein, an den Veranstaltungen der Frauenwoche teilzunehmen. Ich wünsche zahlreiche interessante Gespräche, Begegnungen und viel Spaß.

Ihre Marlies Poredda

Übersicht der aktuellen Veranstaltungen