Die Kammerbühne in der Wernerstraße - © Ticketservice Theater
Die Kammerbühne in der Wernerstraße
Ticketservice Theater
Dienstag
24.05.2022, 19:00 Uhr (weitere Termine)

Am 24. und 25.5.2022 wollen wir mit zwei Filmen des ukrainischen Regisseurs und Drehbuchautors Sergei Loznitsa einen Teil dazu beitragen, nachzuvollziehen, wie es zum Krieg in der Ukraine kam und worum die Menschen in der Ukraine kämpfen. Wir laden Sie dazu herzlich in die Kammerbühne ein. Beide Filme sind in Originalsprache mit deutschen Untertiteln. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

24.5.2022: Maïdan (Dokumentarfilm, 133 Min.)

„Maïdan“ hält einen Bürgeraufstand fest, der sich in Kiew im Winter 2013/14 ereignet hat. Der Film folgt der Entwicklung der Revolution: von friedlichen Kundgebungen von einer halben Million Menschen am Maïdan-Platz bis zu den blutigen Straßenschlachten zwischen den Aufständischen und der Bereitschaftspolizei. „Maïdan” ist das Porträt einer erwachenden Nation, die ihre Identität wiederentdeckt. Regisseur Sergei Loznitsa erhebt sich über die gegenwärtigen politischen Themen und blickt auf die wahre Natur des Aufstands als ein soziales, kulturelles, und philosophisches Phänomen. Als eine kraftvolle Mischung aus Begeisterung, heroischem Kampf, Terror, Zivilcourage, Hoffnung, Solidarität, Volkskultur, Passion und Selbstaufopferung, ist „Maïdan” ein erstaunliches cineastisches Gemälde, das klassisches Filmemachen und dokumentarische Dringlichkeit miteinander verbindet.

25.5.2022: Donbass (Dokumentarfilm, 121 Min.)

„Donbass“ spielt in der Region des Donezbeckens, in der Ostukraine, wo seit 2014 ein Krieg zwischen von Russland unterstützten Milizen, ukrainischen Truppen und Freiheitskämpfern herrscht. Ziel der prorussischen Fraktion ist die Abspaltung der Region um Donezk und Luhansk von der Ukraine. Mit dem Film nimmt sich der Regisseur Sergei Loznitsa diesem Konflikt in Form eines Episodendramas an. Eine Reise durch den Donbass als episodenhafte Abenteuer, die Tragödie und grotesken Humor ebenso miteinander verknüpft zeigen wie Leben und Tod. Der Film ist keine Geschichte einer Region, eines Landes oder eines politischen Systems, vielmehr ist es ein Film über eine Welt, die sich verliert in Fake News, undurchschaubaren Zusammenhängen und Menschen die sich in der Komplexität der Welt verlieren. Eine Geschichte über jede*n von uns. Da der Film keinen durchgängigen Protagonisten hat, nimmt die Kamera kurzerhand diese Funktion ein. Sie guckt überall rein, schnüffelt herum, heraus kommen Bruchstücke, deren Glaubwürdigkeit sich ständig in Frage gestellt wird.

Preise
Preise
Eintritt frei. Um Spenden wird gebeten. 0,00 EUR
Wichtiger Hinweis
Der Eintritt ist frei; um Spenden wird gebeten.