Sonntag
15.05.2022, 11:00 – 19:00 Uhr (weitere Termine)

Harry Hachmeister, Angela Hampel, Sabine Herrmann, Judith Hopf, Klaus Killisch, Helge Leiberg, Walter Libuda, Hans Scheuerecker, Ulrike Seyboth, Gabriele Stötzer, Karla Woisnitza u.a.

Bereits seit dem Ende des 19. Jahrhunderts erfreut sich Keramikkunst, also als Einzelstücke angefertigte Keramiken, einer großen Beliebtheit. Durch die Avantgardebewegungen der 1920er- und 1930er-Jahre erfuhr die künstlerisch gestaltete Keramik eine Wertschätzung, die ihr einen festen Platz in der Kunstgeschichte der Moderne verschaffte.

Die Ausstellung Zerbrechlich! legt das Hauptaugenmerk auf keramische Arbeiten, die von Bildenden Künstler*innen als Bildträger genutzt wurden. Häufig basieren die Künstlerkeramiken auf der Zusammenarbeit zwischen Keramiker*innen und Maler*innen bzw. Bildhauer*innen: während Objekte wie Teller, Tasse, Teekannen, Vasen etc. von Keramiker*innen in ihrer Form gestaltet und hergestellt wurden, stammen die pikturalen und farblichen Oberflächengestaltungen von Bildenden Künstler*innen. Durch die Bemalung von spezifisch gestalteter Gebrauchskeramik schieben sich die künstlerischen Bildwelten in den Alltag in dem sie nicht nur einen ästhetischen Wert, sondern auch einen praktischen Nutzwert haben.

In den 1980er-Jahren knüpfen insbesondere in der DDR Maler*innen, die Teil der subkulturellen Szene in Ost-Berlin, Dresden, Erfurt, aber auch Cottbus waren, an die Tradition der Moderne in der Keramikkunst an und gestalten in Kooperationen mit unterschiedlichen Keramiker*innen Gegenstände und Objekte, die trotz intensiver Benutzung vielfach bis heute in Gebrauch sind.