Samstag
18.09.2021, 11:00 – 18:00 Uhr (weitere Termine)

Mit der heutigen Präsentation des Gemäldes „Elbe und Neustädter Ufer in Dresden im Abendlicht“ (1837) von Johan Christian Dahl (1788–1857) kehrt nach mehr als 75 Jahren eines der Hauptwerke der Carl-Blechen-Sammlung zurück nach Cottbus. Vorausgegangen war eine nationalweit beachtete Restitution des Bildes durch die Hamburger Kunsthalle aufgrund museumsethischer Gründe. Eine kleine Ausstellung zeigt Verlust und Rückkehr.

1Johan Christan Dahl (1788–1857): Elbe und Neustädter Ufer in Dresden im Abendlicht, 1837
2Holger Kelch, Oberbürgermeister der Stadt Cottbus, vor dem Dahl-Gemälde,  das nun nach mehr als 75 Jahren wieder in die Carl-Blechen-Sammlung zurückgekehrt ist
1Johan Christan Dahl (1788–1857): Elbe und Neustädter Ufer in Dresden im Abendlicht, 1837
2Holger Kelch, Oberbürgermeister der Stadt Cottbus, vor dem Dahl-Gemälde, das nun nach mehr als 75 Jahren wieder in die Carl-Blechen-Sammlung zurückgekehrt ist
Elke Walford; © SFPM

Das Gemälde wurde 1914 zusammen mit zwei weiteren Arbeiten des Künstlers von der Witwe des Dahl-Forschers Andreas Aubert aus den Mitteln der Cottbuser Grosche-Stiftung erworben. Es zählt damit zu den frühesten Werken der städtischen Carl-Blechen-Sammlung.

Das Bild zeigt eine Ansicht von Dresden mit dem Neustädter Ufer mit Blick aus Dahls Dresdner Wohnung, die er gemeinsam mit Caspar David Friedrich bewohnte. Beide Künstler zählen neben Blechen zu den Hauptvertretern der romantischen Kunst, die im frühen 19. Jahrhundert die Landschaft als Bildmotiv neu entdeckten. Die Besonderheit im künstlerischen Ansatz Dahls war die unmittelbare Wiedergabe von Seheindrücken in der Natur, die er mit temperamentvollem Pinselstrich als Ölstudien zu Papier brachte. Blechen kannte Dahl und hatte ihn 1823 in Dresden besucht. Den Ansatz, Ölstudien vor der Natur anzufertigen, hat er von ihm aufgegriffen.

Das Gemälde ist ab sofort in der Carl-Blechen-Sammlung im Besucherzentrum von Park und Schloss Branitz ausgestellt. Weitere „Rückkehrer“ der Sammlung und deren Geschichte zeigt die Kabinettausstellung „WELCOME AND HELLO“, die Dr. Christian Katschmanowski, wissenschaftlicher Mitarbeiter für Kunstsammlungen der Stiftung, kuratiert hat.