Staatstheater Cottbus

Eine florierende Textilindustrie hatte die ökonomische und politische Stellung des Cottbuser Bürgertums zu Beginn des 20. Jahrhunderts gestärkt.
Die Stadtverordnetenversammlung beschloss am 1. November 1905 den Bau eines Stadttheaters, der diese errungene Position selbstbewusst repräsentieren sollte.

Der Theaterbau in Cottbus - ein Werk des spätsezessionistischen Jugendstils - ist die reifste Leistung des Berliner Architekten Bernhard Sehring. Er gab dem Cottbuser Theater einen eigenen unverwechselbaren Charakter. Geschickt verwob er hier Architektur, Kunsthandwerk, Malerei und Plastik.
Die Architektur gilt in ihrer Vielschichtigkeit und Ambivalenz bis heute als Besonderheit.

Die Cottbuser Bürger sahen in diesem Bau auch einen neuen Kulturfaktor, der Cottbus zum Kristallisationspunkt des geistigen Lebens der Niederlausitz machen sollte. Am 1. Oktober 1908, nach nur 16 Monaten Bauzeit, wurde das Haus mit Lessings Schauspiel "Minna von Barnhelm" eröffnet. Im Verlaufe der Geschichte arbeiteten zahlreiche renommierte Künstler in diesem Haus am Schillerplatz.

Erst ab 1912 gab es ein theatereigenes Orchester und ein festes Opernensemble.

1992 erfolgte die Ernennung vom Stadttheater zum "Staatstheater", dem einzigen im Lande Brandenburg. Im selben Jahr übernahm Christoph Schroth, einer der renommiertesten sowohl im In- als auch im Ausland bekannten Regisseure des DDR-Theaters als Intendant und Schauspieldirektor seine künstlerische Leitung, die er bis zum 15. Juni 2003 behielt.

Mit seinen künstlerischen Produktionen in den Sparten Oper, Schauspiel und Konzert findet das Staatstheater Cottbus auch überregional Anerkennung. Zu Beginn der Spielzeit 2003/04 übernahm der langjährige Operndirektor Martin Schüler das Amt des Intendanten. Ausgehend von der Veränderung der politischen Geografie ist Cottbus nicht mehr eine Stadt am Rande, sondern im Zentrum Europas. Das Zusammenwachsen Europas will das Theater begleiten, kommunizieren und aktiv mitgestalten.

Das Staatstheater Cottbus ist heute ein Mehrspartentheater. Auf drei Spielstätten werden vielseitige, attraktive und interessante Inszenierungen dargeboten. Ihm steht als Hauptspielstätte eines der schönsten Jugendstil-Theatergebäude Europas zur Verfügung.

Von Anfang an förderten die Intendanten ein Konzept des Bürger-Theaters, eines "Theaters der sozialen Aktion", das sich als tragfähig erwiesen hat. Insbesondere die Suche nach neuen Formen und Inhalten der Begegnung mit den Zuschauern brachten dem Theater den Ruf eines volksverbundenen, experimentierfreudigen Theaters mit einem sehr direkten, lebendigen Kontakt zum Publikum ein.

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Anschrift
Besucherservice des Staatstheaters Cottbus:
Schillerplatz 1 (im Großen Haus)
03046 Cottbus

Spielstätten:
Großes Haus: Am Schillerplatz 1
Kammerbühne: Wernerstraße 60
Theaterscheune: Ströbitzer Hauptstraße 39
Probenzentrum: Lausitzer Straße 31
Lage (Stadtkarte)
Telefon
(0355) 7 82 40

Ticket-Telefon:
0355 / 78 242424
Öffnungszeiten
Montag und Samstag: 11:00 – 15:00 Uhr
Dienstag bis Freitag: 11:00 – 19:30 Uhr