Die Fahrerlaubnis erlischt mit der gerichtlichen oder behördlichen Entziehung. Sie lebt nach Ablauf der Sperrfrist nicht automatisch wieder auf. Die Neuerteilung der Fahrerlaubnis nach Entzug erfolgt grundsätzlich im Umfang der Berechtigungen, die zum Zeitpunkt des Entzuges bestanden. Voraussetzung dafür ist, dass die für die beantragten Fahrerlaubnisklassen erforderlichen Nachweise erbracht werden und keine Bedenken an der Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen bestehen. Nach Ablauf der gerichtlichen Sperrfrist darf die Fahrerlaubnisbehörde erst dann eine neue Fahrerlaubnis erteilen, wenn der Fahrerlaubnisbewerber den Nachweis führt, zum Führen von Kraftfahrzeugen geeignet zu sein. Die Behörde ist also nicht verpflichtet, automatisch nach Ablauf der Sperrfrist eine neue Fahrerlaubnis zu erteilen. Sie hat vielmehr selbständig und in eigener Verantwortung zu prüfen, ob der Antragsteller wieder zum Führen von Kraftfahrzeugen geeignet ist. Geeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen ist, wer die notwendigen körperlichen und geistigen Anforderungen erfüllt und nicht erheblich oder nicht wiederholt gegen verkehrsrechtliche Vorschriften oder gegen Strafgesetze verstoßen hat. Liegen Tatsachen vor, die die Annahme rechtfertigen, dass der Antragsteller die erforderlichen theoretischen oder praktischen Fähigkeiten zum Führen von Kraftfahrzeugen nicht mehr besitzt, kann die Ablegung einer theoretischen und praktischen Prüfung verlangt werden. Die für Erstbewerber vorgeschriebene Fahrschulausbildung (theoretischer und praktischer Unterricht) ist jedoch nicht notwendig.

Erforderliche Unterlagen

- Gültiges Personaldokument
- biometrisches Passbild (3,5 x 4,5 cm)
- Nachweis über die Ausbildung in Erster Hilfe
- Behördenführungszeugnis (kann in der Fahrerlaubnisbehörde beantragt werden)
Zusätzlich für die Fahrerlaubnisklassen A, A1, A2, B, BE, AM, L, T
- Sehtestbescheinigung vom Optiker, nicht älter als 2 Jahre
Zusätzlich für die Fahrerlaubnisklassen C1, C1E, C, CE, D1, D1E, D, DE
- ärztliches Gutachten
- augenärztliches Gutachten, nicht älter als 2 Jahre
- Bescheinigung über die Untersuchung des Leistungsvermögens (nur für die Klassen D1, D1E, D, DE)

Voraussetzungen

- Hauptwohnsitz in Cottbus
- persönliche Vorsprache ist erforderlich

Allgemeine Hinweise

Sollte die Fahrerlaubnis durch gerichtliche Entscheidung entzogen worden sein, bekommen Sie, nach Eingang des rechtskräftigen Urteiles bei der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde, ein Informationsschreiben über die Neuerteilung von der Fahrerlaubnisbehörde zugesandt. Bitte beachten Sie, dass eine Online-Terminbuchung nicht möglich ist. Für eine Terminabsprache wenden Sie sich bitte telefonisch an die Fahrerlaubnisbehörde.

Rechtsgrundlagen

Straßenverkehrsgesetz, Fahrerlaubnis-Verordnung

Gebühren

149,40 bzw. 184,40 Euro für die Neuerteilung einer Fahrerlaubnis
Bitte beachten Sie, dass wir aus hygienischen Gründen um die Bezahlung mit EC-Karte bitten.

Fristen

Die Neuerteilung einer Fahrerlaubnis nach vorangegangener Entziehung kann frühestens sechs Monate vor Ablauf der Sperre beantragt werden.

Kontakt

Name
Geschäftsbereich II, Bürgerservice, Fahrerlaubnisbehörde
E-Mail-Adresse
Telefon
0355/612-4751