Solarboot „Südseesonne“ an Naturschutzbund übergeben
Das an der Hochschule Lausitz entwickelte Solarboot „Südseesonne“ wurde dem Regionalverband Senftenberg des Naturschutzbundes (Nabu) übergeben. Als neues Projekt soll ein Fahrgastschiff entstehen.
Vertreter des Nabu-Regionalverbandes Senftenberg nahmen das Wasserfahrzeug kürzlich an der Hochschule in Senftenberg entgegen. Unter Leitung von Professor Biegel hatten Studierende und Mitarbeiter aus mehreren Studiengängen der Hochschule das 2008 auf den Namen „Südseesonne“ getaufte Solarboot entwickelt und gebaut. Nachdem es zunächst im Wassersportzentrum Großkoschen und später am Strandhotel Senftenberg zum Einsatz gekommen war, ist es nun Eigentum des Nabu. Ab sofort kommt das umweltfreundliche Wasserfahrzeug u. a. Schülergruppen zugute, die damit in See stechen und die Natur erforschen können.
„Ziel war es, ein lausitztypisches Boot zu schaffen, was mit der Form eines Spreewaldkahnes auch gelang“, erinnert sich Professor Biegel. Die Außenhaut besteht aus Aluminium. In dem überdachten, rund sechs Meter langen, zwei Meter breiten und 600 Kilogramm schweren Boot finden zirka acht Personen Platz. Das Dach ist mit Solarmodulen bestückt, mit deren Hilfe ein Elektromotor betrieben wird. Auch eine Liegefläche und eine Badeleiter sind vorhanden. Nachdem die „Südseesonne“ zunächst erneut am Steg des Strandhotels festgemacht hat, wünscht sich der Nabu dafür künftig einen Liegeplatz im neuen Senftenberger Stadthafen.
Professor Biegel hat mit seinem Team bereits eine neue und weitaus größere Herausforderung ins Auge gefasst. Basierend auf den Erfahrungen mit der „Südseesonne“ soll in den nächsten zwei Jahren ein Fahrgastschiff für 20 bis 25 Personen entstehen. Auch in dieses Großprojekt, ein Solarboot, das nur mit Unterstützung der Hochschule und der regionalen Wirtschaft zu realisieren ist, sollen verschiedene Studiengänge einbezogen werden.
