Nur noch kurze Zeit im dkw.: Die Stipendiaten 2012 + die Kunst-Förderpreisträger 2013

Gemischtes Doppel I: Tina Flau, Ulrike Hogrebe

Die Stipendiaten-Ausstellungen, die immer wieder Einblicke in die aktuelle Kunstproduktion im Lande gewähren, zählen seit vielen Jahren zum festen Bestandteil des Programms im Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus. Durch Aufstockung und Veränderung der Ausschreibungsbedingungen wurde aus den Stipendien 2013 der Kunst-Förderpreis, den das Land Brandenburg von nun an alljährlich vergibt. Das dkw. bietet den Arbeitsergebnissen der sechs Künstlerinnen und Künstler eine neuartige Ausstellungform, in der jeweils zwei Positionen miteinander in den Dialog treten. Das erste „Gemischte Doppel" bestreiten die Potsdamer Künstlerin Tina Flau und die Malerin Ulrike Hogrebe aus dem Havelland.

Tina Flau widmet sich einem breiten Spektrum an künstlerisch durchdrungenen, in allen Teilen selbst hergestellten Buchwerken. Ein Hauptaugenmerk liegt auf den "Refugee"-Künstlerbüchern (2013): Sie beziehen sich einerseits auf das Flüchtlingsthema, andererseits auf die Bohnensorte, die von den Hugenotten auf ihrer Flucht u. a. nach Brandenburg eingeführt wurde. Die Bücher entstanden parallel zu der Arbeit als Gärtnerin, denn die Künstlerin beschäftigte sich selbst mit der Aufzucht der Bohnen. Ulrike Hogrebe arbeitet längerfristig an der Serie „Randnotizen". Es entstanden und entstehen dabei eine Vielzahl kleinformatiger Gemälde, die den auffälligen und unauffälligen Dingen des Alltags eine besonders stille, kürzelhafte Präsenz verleihen. In sehr unterschiedlichen Techniken fängt die Künstlerin seltsame Situationen oder merkwürdige Dinge ein und überträgt diese in eine zumeist farbkräftige Malerei.

Das „Gemischte Doppel I" ist noch bis zum 17.8.2014 zu sehen; ihm folgen Ende August die beiden Positionen des Lichtkünstlers Rainer Gottemeier und der Objektkünstlerin Beate Rothensee.

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Foto: Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus (Foto: Marlies Kross)
Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus (Foto: Marlies Kross)
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