Lernen bei den Nachbarn: Lehrlinge lernen größtes Kupferbergwerk in Europa kennen

Tiefe Einblicke in den Kupferbergbau erhalten zwölf südbrandenburgische Jugendliche seit dem 8. September. Die Handwerkskammer Cottbus (HWK) organisiert das Austauschprogramm für die Vattenfall-Lehrlinge im polnischen Lubin. Bei ihrem dreiwöchigen Aufenthalt lernen sie die spezifischen Arbeitsweisen sowie Land und Leute kennen.

Vom offenen Tagebau geht es für die zwölf Jugendlichen in Polen 800 Meter tief unter die Erde. Beim größten europäischen Kupfer- und Silberproduzenten KGHM Polska Miedz S.A erfahren sie mehr über die komplexe Arbeit unter Tage und können hautnah miterleben, wie die Erze abgebaut und aufbereitet werden. Neben der handwerklichen Arbeit sind die Sprache und die polnischen Lebensmodelle neu für die südbrandenburgischen Auszubildenden. Um sich besser mit ihren Kollegen unter Tage verständigen zu können, gehört der Sprachkurs zum Austauschprogramm der Handwerkskammer.

Für die zwölf Elektroniker, Industriemechaniker, Mechatroniker und Vermesser bietet der Auslandsaufenthalt in Polen eine attraktive Zusatzqualifikation innerhalb ihrer Ausbildung. Darüber hinaus profitieren auch die Lehrbetriebe von diesem Praktikum, da die Jugendlichen mit neuen Arbeitsweisen und eigenen, positiven Erfahrungen wiederkommen.

Auszubildende, die ebenfalls an einem Jugendaustausch interessiert sind, können sich bei der Mobilitätsberatung der HWK Cottbus informieren (www.hwk-cottbus.de/auslandspraktikum). Der nächste Jugendaustausch startet am 6. Oktober und bringt zehn Junghandwerker nach Frankreich.

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