Rat der Stiftung für das sorbische Volk ab 2011 neu besetzt
06.01.2011
Die Stiftung für das sorbische Volk hat gemäß ihrer Satzung drei Organe: den Stiftungsrat mit fünfzehn Mitgliedern, den Parlamentarischen Beirat mit sechs Mitgliedern und den Direktor mit Verwaltung.
Sitz der Verwaltung ist Bautzen im Freistaat Sachsen; in Cottbus befindet sich eine Außenstelle. Direktor der Stiftung ist seit 1992 Marko Suchy. Er vollzieht die Ratsbeschlüsse und führt die Geschäfte der Stiftung.
Der Parlamentarische Beirat unterstützt und berät den Stiftungsrat. Ihm gehören je zwei Vertreter des Deutschen Bundestages sowie des Sächsischen und Brandenburgischen Landtages an.
Der Stiftungsrat entscheidet in allen wichtigen Angelegenheiten der Stiftung, insbesondere über den Haushalt, über die Bestellung, den Widerruf und die Entlastung des Direktors, über die Satzung und den Erlass von Förderrichtlinien sowie über die Förderung von größeren Projekten. Mitglieder des Stiftungsrates sind sechs Vertreter des sorbischen (wendischen) Volkes, je zwei Vertreter der Zuwendungsgeber (Bund, Sachsen, Brandenburg), zwei weitere vom Sächsischen Landkreistag und Sächsischen Städte- und Gemeindetag sowie ein Vertreter vom Landkreistag und Städte- und Gemeindebund des Landes Brandenburg.
Das für die Förderung der sorbischen (wendischen) Sprache und Kultur bedeutsame Gremium wurde für die Legislaturperiode 2011 bis 2015 teilweise neu besetzt. So benannte der Städte- und Gemeindebund Brandenburg den Geschäftsbereichsleiter für Jugend, Kultur und Soziales der Stadt Cottbus, Berndt Weiße, als kommunalen Vertreter des Landes Brandenburg. Der Rat für sorbische (wendische) Angelegenheiten beim Brandenburgischen Landtag wählte die niedersorbischen Vertreter in den Stiftungsrat. Dies sind die frühere Sprecherin der Domowina für Cottbus, Helene Theurich, der selbstständige Choreograf und Tanzpädagoge Michael Apel, die Cottbuser Beauftragte für sorbische (wendische) Angelegenheiten, Anna Kossatz, und die Vorsitzende des Deutsch-Sorbischen Ensembles Cottbus-Sielow, Jana Krüger. Lena Theurich war in der vergangen Legislaturperiode die Ratsvorsitzende; Anna Kossatz ist bereits seit 2003 im Stiftungsrat dabei.
Zu Beginn der kommenden Legislaturperiode stehen Entscheidungen zu Strukturmaßnahmen bei der Stiftung für das sorbische Volk an. Der Stiftungsrat wird über die Empfehlungen der fünf Arbeitsgruppen, die in den vergangenen Monaten die Umstrukturierung der sorbischen (wendischen) Institutionen erarbeiteten, und über das Vogt-Gutachten befinden. Darunter findet sich auch vieles, das sich in großem Maße auf die Niederlausitz und auf Cottbus auswirkt.
(Anna Kossatz)
