Niedersorbisches in der Slowakei

04.11.2009

Beim Internationalen Literaturfestival Jan Smerek, welches Ende Oktober in der slowakischen Hauptstadt Bratislava und ihrer Umgebung stattfand, trat auch eine Gruppe sorbischer (wendischer) Lyriker auf. Anlass war die Herausgabe der Anthologie moderner sorbischer (wendischer) Lyrik in slowakischer Sprache unter dem Titel: „Madona má červenú dušu“ (deutsch: „Die Madonna hat eine rote Seele“). Die Sammlung gab der bekannte slowakische Dichter und Übersetzer Milan Richter in seinem Eigenverlag heraus.

Zur Künstlergruppe gehörten Thomas Nawka, Lenka (Dr. Christiane Piniek) und Beno Budar. Letzterer war auch in Vertretung von Benedikt Dyrlich, des Vorsitzenden des Sorbischen Künstlerbundes, anwesend, welcher ein großes Verdienst an der Initiierung und Verwirklichung dieses Projektes hat. Die erste Präsentation der neuen Anthologie war am 21. Oktober im Goethe-Institut in Bratislava, vor etwa 25 Zuhörern. Eine weitere Lesung fand am Tag darauf in der Kleinstadt Pezinok vor etwa 60 Interessierten in der dortigen Bibliothek statt. Peter Čačko, verdienter Verleger und Freund der Sorben (Wenden), stellte die Arbeit der sorbischen (wendischen) Gäste vor. Die Darsteller Dana Podracká, Lubomír Feldek und Ján Zambor lasen sorbische (wendische) Werke auf Slowakisch und aus ihrem eigenen Werk. Die Lausitzer trugen ihre Lyrik im Original auf Nieder- und Obersorbisch vor. Thomas Nawka umrahmte die Veranstaltungen mit Stücken auf dem Dudelsack.

Die Premiere der slowakischen Ausgabe der Anthologie in der Lausitz findet am 17. November in der Schmolerschen Buchhandlung in Bautzen im Rahmen des diesjährigen Festes der sorbischen Poesie statt.

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Foto: Lenka, Peter Čačko und Dana Podracká bei der Präsentation der slowakischen Ausgabe der Anthologie der sorbischen (wendischen) Lyrik im Goethe-Institut in Bratislava (Foto: Ludmila Budar)
Lenka, Peter Čačko und Dana Podracká bei der Präsentation der slowakischen Ausgabe der Anthologie der sorbischen (wendischen) Lyrik im Goethe-Institut in Bratislava (Foto: Ludmila Budar)
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