Lausitzer IBA erzielte im Monitoring gute Ergebnisse
01.09.2010
Seit etwa 100 Jahren bewähren sich Internationale Bauausstellungen als Planungsinstrumente für größere Bauvorhaben. Derzeit laufen in Deutschland drei IBAs. Mindestens drei weitere sind agekündigt bzw. in der Diskussion. Um eine IBA nicht zu einem beliebigen Event zu machen, braucht es Qualitätskriterien und Netzwerke.
Ende Juli tagten Vertreter der IBA Stadtumbau aus Sachsen-Anhalt, der IBA Hamburg und der Lausitzer IBA auf den IBA-Terrassen und stellten die Ergebnisse ihrer Arbeit vor. Auf der Grundlage eines bereits 2009 beschlossenen Memorandums, das zehn Empfehlungen zur Durchführung einer IBA gibt, diskutierten sie dann die schon weit gediehenen Pläne für eine IBA in Basel sowie die Frage, ob eine IBA bei der Bewältigung spezieller städtebaulicher Probleme in Berlin und Heidelberg hilfreich sein könnte. Außerdem wurden die vorläufigen Ergebnisse bei der Entwicklung eines IBA-Monitorings vorgestellt, das Christa Reicher, Professorin für Städtebau an der TU Dortmund, mit dem Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung im Auftrag des Bundesbauministeriums erarbeitet. Zukünftigen Projekten soll es zur Selbstevaluation zur Verfügung stehen.
Im Rahmen einer Fallstudie wurde die Lausitzer IBA genauer unter die Lupe genommen und hinsichtlich ihrer Ziele, Ansprüche und Ergebnisse sehr wohlwollend bewertet. Martha Doehler-Behzadi, Expertin für Baukultur beim Bundesbauministerium, lobte die kühne Architektur und spektakuläre Industriekultur. Sie machen die Lausitzer IBA zur "bildgewaltigsten unter den laufenden IBAs".
