Forschen in Cottbus

Wer forschen will, findet in Cottbus vielversprechende Möglichkeiten. Forschungsinstitute bieten angehenden Forschern die richtige Arbeitsumgebung. Sie liefern wichtige Erkenntnisse für die Grundlagenforschung wie für die wirtschaftliche Anwendung. Manch ein Cottbuser Forscher ist zugleich Unternehmer/in mit seiner eigenen Idee. Kooperationen zwischen Forschungseinrichtungen, BTU, Stadt und Unternehmen treiben die Entwicklung voran. Wirtschaft trifft Wissenschaft.

BTU Cottbus-Senftenberg

Wer forschen will, findet in Cottbus gute Voraussetzungen. Insbesondere die BTU Cottbus-Senftenberg bietet Wissenschaftlern und Forschern ein modernes und attraktives Arbeitsumfeld: von der Grundlagenforschung bis hin zu Entwicklung und wirtschaftlicher Anwendung. In Cottbus wird geforscht, entwickelt und produziert: und zwar an zukunftsweisenden, gesellschaftlich relevanten Themen. Kooperationen zwischen Forschungseinrichtungen, BTU, Stadt und Unternehmen treiben die Entwicklung voran. Wirtschaft trifft Wissenschaft - das ist in Cottbus Programm.

Exzellente Lehre korrespondiert mit exzellenter Forschung, auch mit erfolgreichem Wissens- und Technologietransfer in die Gesellschaft und in die Unternehmen der Wirtschaft hinein, ein Merkmal, das insbesondere für eine Technische Universität wie die BTU Cottbus-Senftenberg von besonderer Bedeutung ist. Besonders wichtig ist es, Forschungsaktivitäten mit Blick auf koordinierte Forschungsprogramme weiter interdisziplinär zu bündeln und zu stärken, wie dies in fakultätsübergreifenden wissenschaftlichen Einrichtungen und Forschungszentren geschieht. Daneben gilt es, die Forschung im Sinne der bestehenden kleineren und großen Forschungsprojekte weiter zu führen und in der vollen Breite der Fächer und Ressourcen der BTU weiter zu entfalten, um entsprechende Forschungserfolge auch in der Zusammenarbeit mit den nationalen und internationalen Partnern zu erreichen. Wichtig ist es dafür, den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern und in erweitertem Umfang Forschungsprojekte mithilfe externer Finanzierung für die Universität zu gewinnen.

Die BTU Cottbus-Senftenberg versteht sich als eine forschungsintensive Universität mit starker Grundlagen- und Anwendungsorientierung. Sie ist durch die klassischen Merkmale einer Technischen Universität charakterisiert.

Die an der BTU Cottbus-Senftenberg vertretenen Forschungsbereiche fokussieren auf folgende Themen:

  • Smart regions
  • Energy efficiency and sustainability
  • Biotechnology for environment and health
  • Cognitive and dependable cyber-physical systems

Im Themenkomplex „Smart regions“ forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Themen, die vor Ort eine hohe Relevanz haben wie zum Beispiel die Transformation einer Region nach dem Kohle-Abbau und die damit zu lösenden Struktur-Probleme in den Städten und Gemeinden. Aber auch der Natureingriff stellt Herausforderungen für die Wissenschaft hinsichtlich des gestörten Wasserhaushaltes und der Bodenbeschaffenheit dar. Auch zählen Fragen des demografischen Wandels zu diesem Themenkomplex: der Rückbau der Städte und die damit einhergehende veränderte Verkehrs- und Versorgungs-Infrastruktur mit all den damit verbundenen Folgeproblemen. Beim Thema „Heritage“ wird die Brücke zwischen regional zu erforschenden kulturellen und technischen Werten bis hin zu internationalen Welterbestätten geschlagen. All den hier genannten Themen ist gemeinsam, dass die vor Ort entwickelten Lösungsansätze in der Lausitz erprobt werden können und damit konkret helfen, weltweite gesellschaftliche Probleme zu lösen.

Das Thema „Energy efficiency and sustainability“ hat einen hohen Stellenwert, insbesondere auch im Hinblick auf den Wissens- und Technologietransfer für die Region aber auch weltweit. So wird an effizienzsteigernden Maßnahmen von konventionellen Kraftwerken geforscht - ebenso an einer Flexibilisierung der komplexen Anlagen. Auch die Entwicklung von Energiespeicherkonzepten wie unter anderem Hybridkraftwerken gehört hierzu. Die Elektromobilität sowie Fragen zur Stabilität der Strom-Netze im Kontext der Energiewende zählen seit Jahren zu den Forschungspfeilern der BTU. Auch Themen wie Industrie 4.0, also Lösungsansätze zur Effizienzsteigerung über Automatisierung und Digitalisierung der Industrieprozesse sind zu nennen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Entwicklung von effizienten umweltverträglichen Antriebssystemen bei Verbrennungsmotoren, Gasturbinen, Flugantrieben und Mikrogasturbinen.

Im Forschungskomplex „Biotechnology for environment and health“ spielen neben der Biotechnologie auch weitere Disziplinen wie die Chemie, Umwelt- und die Gesundheitswissenschaften eine wichtige Rolle. Gemeinsamer Nenner für die hier diskutierten Forschungsfragen ist die Suche nach Lösungsstrategien, die das 21. Jahrhundert prägen: Ressourcenverknappung, Umwelt- und Klimaveränderungen, Rückkehr von Infektionskrankheiten, Zunahme von Erkrankungen aufgrund des demografischen Wandels. Im Bereich der Biotechnologie verfolgen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zellbasierte Ansätze und arbeiten an Verfahren und Geräten für die medizinische Diagnostik. Die technische Mikrobiologie setzt auf enzymbasierte Verfahren, die gegenüber klassischen chemischen Ansätzen viele Vorteile aufweisen. In der Chemie stehen Fragen aus der Material- und Werkstoffchemie im Vordergrund. Darüber hinaus wird an der Synthese von Materialien für die Energiespeicherung gearbeitet. Im Umweltbereich sind es die Themen: Wassergüte und Aufbereitung, Abfallwirtschaft sowie verfahrenstechnische Lösungen für Umweltprobleme. In den Gesundheitswissenschaften wird im Kontext einer zunehmend überalternden Bevölkerung an neuartigen Therapie- und Pflegeformen geforscht.

Der vierte Themenbereich „Cognitive and dependable cyber-physical systems“ führt Entwicklungen von Geistes-, Natur-, Computer- und Ingenieurwissenschaften zusammen, um eine zunehmende mathematische Formalisierung kognitiver Modelle zu liefern, wodurch Fähigkeiten wie maschinelles Erkennen, Lernen, Kommunizieren, Planen und Entscheiden erheblich verbessert werden können. Das wiederum ermöglicht eine Entwicklung von neuartigen, innovativen, nicht nur "smarten", sondern kognitiven technischen Systemen. Unter der Voraussetzung der Zugänglichkeit, Verständlichkeit, Vorhersehbarkeit, Sicherheit und Zuverlässigkeit sollen die Flexibilität und realzeitliche Mensch-Maschine-Interaktion dieser Systeme deutlich verbessert werden - von der automatischen Steuerung von Haus-technik, Automobilen und Flugzeugen über eine semi-autonome Kontrolle von Kraftwerken, Energie- und Verkehrsnetzen bis hin zur Medizin- und Rehabilitationstechnik und zu Assistenzsystemen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der BTU arbeiten dabei im Verbund mit Forschungsinstituten zu Mustererkennungen, Sensoren und drahtlosen Sensornetzen, Betriebssystemen für eingebettete Rechner und nicht zuletzt Techniken zur Absicherung der Sicherheit in Netzen und deren Zuverlässigkeit wie Selbsttest, Fehlertoleranzanalysen und Selbstreparatur in Verbindung mit hoch-zuverlässiger Elektronik - kombiniert mit Forderungen nach maximaler Energie-Effizienz. Zudem wird an der Steuerung und Organisation der verteilten Systemelemente geforscht, um einen reibungslosen Ablauf des Gesamtsystems zu gewährleisten.

In weiteren ausgewiesenen Forschungsbereichen hat sich die Universität nicht nur in Deutschland, sondern auch international hohe Anerkennung erworben. Neben ihrer internationalen Ausrichtung und weltweiten Vernetzung realisiert sie ihren Auftrag als innovatives Element einer weiter zu gestaltenden Region und somit als Antriebskraft für die wirtschaftliche Entwicklung im Land Brandenburg. Aufbauend auf ihren forschungsstarken Bereichen entwickelt die Universität gegenwärtig ihre Forschungsstrategie und ihr Forschungsprofil weiter.