Arbeiten in Cottbus

Der Arbeitsmarkt in der Stadt hat einen wachsenden Ersatzbedarf an Fachkräften. Von 2011 bis 2026 sind ca. ein Drittel (14.600) der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in Cottbus altersbedingt zu ersetzen. Für gut qualifizierte und motivierte Fachkräfte bestehen beste Aussichten.

Für viele Unternehmen der Stadt, die kurz nach der Wiedervereinigung gegründet wurden, steht zudem in den nächsten Jahren ein Generationswechsel an.

Im Zeitraum 2015 bis 2025 werden laut Pflegedossier in Cottbus voraussichtlich 428 Beschäftigte zusätzlich in der Pflege benötigt. Ersatzbedarf besteht insbesondere bei Technikern, Sozialpflegerischen- und Gesundheitsberufen und an Ingenieuren, Datenverarbeitungsfachleuten, Schlossern und Elektrikern (m/w).

Cottbus als Arbeitsort hat viele attraktive Arbeitgeber und liegt im durchschnittlichen Einkommen über dem Landesdurchschnitt von Brandenburg.

Zukunftsbranchen in Cottbus

Für den Regionalen Wachstumskern Cottbus wurden folgende Cluster als Entwicklungsschwerpunkte identifiziert:

  • Gesundheitswirtschaft
    Die Gesundheitswirtschaft wird aufgrund der Potenziale und infolge der demografischen Veränderungen an Bedeutung gewinnen, die mit einer weiteren Fachkräftenachfrage einhergehen wird.
  • Medien/IKT/Kreativwirtschaft
    Ein kreatives Umfeld und leistungsfähige unternehmensnahe Dienstleister im RWK wirken für die Profilierung der Cluster unterstützend.
  • Tourismus
    Für die Unternehmen besteht die Aufgabe, sich und ihre Mitarbeiter für die Anforderungen an einen hochqualitativen, mehrsprachigen und barrierefreien „Tourismus für alle“ fit zu machen.
  • Energietechnik
    Ziel ist es, Unternehmensgründungen und -ansiedlungen am Standort Cottbus zu realisieren.
  • Metall
    Das vorhandene Forschungspotenzial an der BTU Cottbus-Senftenberg sowie regionale bzw. überregionale Kooperationen und Netzwerke zum Aufbau des sekundären Wirtschaftssektors sollen in diesem Cluster für die Region genutzt werden.

Die Stadt etabliert sich weiter als Dienstleistungs- und Oberzentrum der Region. Spezialisierungen und Produktdiversifikationen im Dienstleistungsbereich, regionale Zentralisierungs- und Bündelungseffekte im Bereich der Daseinsvorsorge sowie privater Angebote begünstigen den Standort Cottbus. Der Verwaltungsstandort mit dem Sitz von Bundes- und Landesbehörden soll stabil bleiben, die Anzahl der Beschäftigten im öffentlichen Sektor wird in der Tendenz jedoch eher rückläufig sein.